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Social Intranet: Fast 9 Monate seit dem Start der Betaphase

Es sind nun fast 9 Monate vergangen seit unser Social Intranet Ende Februar, klein und under cover an den Start gegangen ist. Ich hatte auch schon ein paar Mal hierüber berichtet. Was hat sich geändert? Nun, bisher bin ich davon ausgegangen, dass es so etwas wie einen Startschuss, eben einen offiziellen Start geben wird. Heute habe ich erfahren, das wird derzeit so nicht passieren, man baut derzeit noch auf die „schleichende“ Einführung.

In der Zwischenzeit sind mehr als 30.000 Kollegen angemeldet. Natürlich nutzen nicht alle das Medium und stellen auch keine Inhalte hinein, aber das ist ja wie im großen Internet. Aber, viele Abteilungen haben ihre eigene Gruppe eröffnet. Dies ist auf der einen Seite schön, dass das neue Medium genutzt wird, aber auf der anderen Seite sind die meisten Gruppen geschlossene Gruppen, was der Offenheit einer solchen Plattform widerspricht. Dies liegt vielleicht daran, dass das Medium zu neu ist, dass man es zunächst einmal ausprobieren möchte. Wie es hierbei weitergeht, ist sicher interessant.

Interessant ist auch, wie das Social Intranet derzeit genutzt wird. Natürlich gibt es weiterhin jede Menge Verbesserungsvorschläge, Änderungswünsche und Fehlermeldungen. Aber es wird auch bereits zur Informationsbeschaffung genutzt. Hier ist der Effekt vielleicht noch nicht bei jedem sichtbar, allerdings für den einzelnen, demjenigen der die Information sucht, allerdings schon. Meist kommt innerhalb kürzester Zeit eine Antwort oder aber es startet eine Diskussion, die wertvolle Informationen beinhaltet. Kürzlich erst habe ich selbst eine Frage eingestellt, innerhalb 2 Wochen ist sie in die Top10 gekommen, fast schon viral :).

Interessant ist aber auch das Wissen um das Social Intranet. In meiner Abteilung sind es nur 3 von 15, die Mitglied sind. Ich selbst werde, soweit ich es eben weiß, immer wieder auf die Inhalte hinweisen. Nichts mehr kopieren, sondern nur noch den Link dorthin versenden. Nach und nach denke ich, wird es auch populärer innerhalb unseres Teams. Vielleicht nehme ich im neuen Jahr meine Frage oben zum Anlass, einmal in einem Teammeeting das Social Intranet vorzustellen.

Einen Problempunkt sehe ist allerdings, warum es noch nicht den Erfolg im Team gegeben hat, es fehlt die Anwendung zu unserem Job. Es ist zwar schön, wenn wir uns innerhalb der Firma unterhalten können, wenn wir firmeninterne Informationen erhalten, aber unser Geschäft ist Projektgeschäft, ist draußen, teilweise vor Ort beim Kunden. Ein Intranet ist da zwar nett, aber wurde in der alten Version und derzeit zumindest in der neuen Version nicht als Unterstützung angesehen. Hier muss man wohl noch etwas ändern, hinzufügen oder aber auf eine Erleuchtung warten.

Trotzdem, unser Social Intranet erhält mehr und mehr Aufmerksamkeit. Hier sind zunächst verschiedene Blogbeiträge von unseren C-Levels, aber auch vielen Kollegen. Die werden schon recht oft angesehen und auch kommentiert. Auch hat man beschlossen, dass einzelne Plattformen in das Social Intranet migrieren. Damit wird dann nach und nach die Vielfalt der Orte, an denen man Informationen findet, abnehmen und man kann sich auf ein Medium konzentrieren. Auch dies wir dazu führen, dass mehr und mehr Kollegen sich damit beschäftigen.

Ich selbst dachte zunächst, dass es mir mehr Möglichkeiten geben wird meine Arbeit zu erledigen. In der Zwischenzeit denke ich, dass ich hier vielleicht zu viel erwartet habe und es vielleicht auch gar nicht dafür gedacht ist. Denn letztendlich ist es ein Intranet mit internen Informationen. In denke aber weiterhin, dass es in Zukunft als Wissens- und Netzwerkbasis für meine Arbeit in Zukunft dienen kann. Das wird sicher aber noch ein wenig dauern.

Die Serie wird fortgesetzt …

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Do you feel the power?

In the last weeks I have had time again to be engaged in learning, and observing our new social intranet. I have also written some articles within this blog (in German) about it already. Recently I feel that this kind of intranet can get a lot of power.

Why do I think so?

Colleagues start to exchange their opinions with others. You can feel that they think the same as you that they have the same problems as you. You feel a bit of togetherness different to the feeling you have with your colleagues around you. There are much more people „outside“ than you can think of who share the same problems or advantages as you. You can discuss also with diverging opinions, you may get solutions or at least a common agreement about that specific topic. You feel you get stronger, you get heard. There are people who are enthusiastic about the possibilities, they want everything at once, quickly. There are others who think about advantages and disadvantages, they question the sense of a change (as Germans always do ;-)). Each way is necessary to walk through to find the sense of the new social intranet.

To what does it lead to?

Today departments still can decide by themselves for the whole company, however they will get into focus of everybody in public. They have to deal with the opinions of hundreds or thousands at one time. They cannot ignore that amount of power anymore. That will be too much for them, they cannot deal with it without moving or changing their decision.

That means the current power is still more a static power, also because not everyone in the company knows about the social intranet (it is still not official announced), and also even they know, they do not use it or have a look in it. Discussions are still just between some people, and people in charge have not been involved yet. But my prediction is that will change quickly.

Within the next months there will grew up a power that the company cannot ignore anymore. There will come a specific point in time when the system becomes unstable, when the company starts reacting, starts moving. Maybe these departments I have mentioned or the people in charge of will start arguing against the common opinion. I mentioned it before, though, the pressure will be too strong. And if more people recognised the power they have and took advantage out of it, not only the „nerds“, then they or I should better say we were able to shift the company onto the right way.

But that also takes time, people have to recognise too before they can shift the company they have to move themselves to a different thinking, to share knowledge, to be present in public, to learn to get involved means to be active.

I am looking forward to seeing the point in time when that system starts moving. And I am very curious what will happen. Maybe the feeling is a little like the people had when the industrial revolution started. Changes in technology happened, changes in the working environment, in the society and also political systems happened. I want to stay on the ground and watch the companies change, as an employee but also active participant.

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Weg von der Inbox

In den letzten Tagen hatte ich wieder ein wenig Zeit, mich weiter mit dem Thema Social Intranet und dem Arbeiten damit zu beschäftigen. Dies geht leider immer nur Schritt für Schritt, da meine Umgebung noch nicht soweit ist.

Seit längerem schon schaue ich mir an, wie Luis Suarez von der IBM aka @elsua diesen Schritt weg von der Inbox gegangen ist und weiter geht, schon faszinierend. Hier einmal ein paar Links über sein „Projekt“:

In einem Einstiegsvideo nennt er 3 Schritte, die getan werden müssen, um die Inbox zu schließen bzw. sie entschieden zu verkleinern.

  1. Rule 1: Don’t reply
  2. Rule 2: Use alternatives
  3. Rule 3: Start small

 

Let’s go!

 

 

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Social Intranet: 6 Monate sind vergangen

Jetzt sind schon 6 Monate vergangen, seit unser Social Intranet online gegangen ist. Es ist immer noch nicht offiziell gelaunched, aber was man bereits jetzt als Erfolg verbuchen kann ist, dass sich mehr als 21.000 Kolleginnen und Kollegen angemeldet haben. Aber, weil jetzt auch ein aber folgen muss, nur ca. 1.300 Kollegen sind darin auch aktiv.

Nun, nach der Nielsen-Regel müssten ja eigentlich 10% mehr oder weniger aktiv sein, in einem Intranet sogar noch mehr, hier sind es (noch) deutlich weniger. Dies Frage ist ja nun, warum ist dies so? Hier ein paar private Eindrücke.

Das neue Intranet ist noch so im Beta-Stadium, dass man nicht sofort seinen Nutzen und auch seine Bedienung erfasst. Zu viele Begriffe sind verwirrend und auch einige englische Übersetzungen passen einfach nicht in die deutsche Grammatik hinein. Da wird das Suchen und Finden von Informationen nicht eben leicht gemacht.

Das neue Intranet wird als zusätzliches Tool gesehen. Das kostet Zeit und wie bereits geschrieben, der Nutzen wird nicht sofort erkannt. Was passiert? Man lässt es liegen, nutzt es nicht. Oder aber man schaut nur zu, wartet bis etwas passiert. Viele Profile sind daher zwar angelegt, sind aber nicht miteinander vernetzt.

In meiner direkten Umgebung sind weiterhin nur 2 von 15 Kollegen angemeldet. Einer, ich, ist zeitweise darin aktiv. Nur zeitweise, da ich derzeit keinen Vorteil habe, meine Kommunikation über das Social Intranet zu führen. Aber auch, wenn ich mitten in meinen Projekten bin, ist einfach keine Zeit sich mit dem Social Intranet und auch dem legacy Intranet, zu beschäftigen. Und „sich damit zu beschäftigen“ ist auch schon wieder zu viel. Immer wieder wurde im Vorfeld darauf hingewiesen, dass dies selbsterklärend sein muss und einfach zu bedienen sein muss. Beides ist in meinen Augen leider so nicht eingetroffen. Es ist nicht unbedingt schwierig, aber auch nicht einfach einfach.

Beim inoffiziellen Launch wurde darum gebeten, Fehler und Wünsche an das Intranet zu melden. Und dies ist derzeit auch immer noch die Hauptdiskussion, die geführt wird. Viele Fragen zur Bedienung und viele Fehlermeldungen. Einzelne Gruppen aber führen schon rege Diskussionen. Diese sind, nach meiner Ansicht, meist auf private Interessen beschränkt. Da gibt es einen Austausch über Apps, es wird diskutiert, was wohl besser oder anders ist, Apple vs. Android oder aber es geht um Spiele und Witze. Ganz selten (noch) wird über berufliche Dinge geschrieben. So gibt es bereits jede Menge HR-Seiten mit Informationen zum Auslandsaufenthalt oder auch Stellenanzeigen. Eine weitere Nutzung läuft unter Fragen und Antworten. Letzteres ist es auch, was derzeit schon ganz gut verläuft.

Soll das schon alles sein?

Unser CEO und ein paar seiner Vorstandskollegen sind mittlerweile im Social Intranet aktiv. Sie haben auch regen Zuspruch auf ihre Artikel. Doch hat dies mehr einen Blogcharakter als den Nutzen eines Werkzeuges. Trotzdem ist dies ein positives Zeichen, dass das Social Intranet nicht nur von den Betreibern und anderen Kollegen unterstützt wird, sondern auch von ganz oben.

Der Tag bis es offiziell wird, wird in Kürze kommen. Danach wird es spannend was passiert.

Die Serie wird fortgesetzt …

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Social Intranet: Erste Erfahrung

Seit ca. 2 Monaten besteht bei uns ein Social Intranet. Ich dachte, ich gebe einmal eine erste Zusammenfassung, so wie ich es derzeit sehe.

Derzeit befindet sich die Plattform noch im Beta-Status. Das ist „Social“ zwar immer, doch hier ist gemeint, dass es noch nicht für alle publik gemacht worden ist. Es hätte zwar jeder Zugang dazu, doch derzeit wird es noch durch Mund-zu-Mund-Propaganda, andere sagen viral, unter die Benutzer gebracht. Aus Sicht der Projektmitglieder verläuft der Zustrom der Nutzer sicher gut, aus meiner Sicht muss ich sagen, dass das Social Intranet noch im Unbekannten schlummert.

In meinem direkten Umfeld, sprich Team, haben sich gerade einmal 2 angemeldet, einer davon bin ich. Der andere ist unser „Jüngster“. Ich hatte einmal im Kollegenkreis davon gesprochen und hatte große Augen geerntet. Ein großes Fragezeichen, so etwas haben wir, zum Glück kam die Frage nicht, was sollen wir damit machen, denn darauf habe ich nach 2 Monaten (sporadischer) Nutzung noch keine Antwort. Warum der Bekanntheitsgrad in meinem direkten Umfeld so gering ist, kann ich nur mutmaßen und möchte es aber hier auch nicht weiter ausführen.

Für mich erschließt sich auch die Bedienung nicht intuitiv. Die Frage ist, muss es intuitiv sein? Ich klicke und finde mich in den Begriffen nicht richtig zurecht. Aber ich habe schon ein paar interessante Diskussionen entdeckt. Das lässt mich hoffen, dass, wenn es für alle sichtbar ist, es auch genutzt wird.

Natürlich muss man damit üben, denn noch herrscht einfach keine Erfahrung damit. Das ist wie jedes Spiel oder jede neue Anwendung, man muss lernen damit zu arbeiten. Hierbei mache ich mir keine Illusionen. Wie lange dies dann dauern wird, auch das ist eine sicher interessante Frage. Gelesen habe ich hierzu noch nichts, denke aber, dass man mindestens 12 Monate dem Projekt Zeit geben sollte, um richtig in Fahrt zu kommen.

Im Vorfeld gab es schon die eine oder andere Diskussion darüber, wie es eingeführt wird. So wie es aussieht, wird es einen Launch im Sommer geben und dabei soll diese Einführung auch geführt, sprich durch Kollegen unterstützt werden. Es gab die Meinung, dass die Einführung ausschließlich viral erfolgen sollte. Diese hat sich, aus meiner Sicht zum Glück nicht durchgesetzt.

Soweit meine ersten Eindrücke. Über die weitere Entwicklung werde ich das eine oder andere in Zukunft schreiben.

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