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Japan 2013 Tada-jinja

Heute ist der 2. Tag des Neujahrsfestes. Wir sind daher noch Tada, gehört zu Kawanishi-shi, und dort zum Schrein, Tada-jinja, gegangen. Auch heute gehen viele Japaner zum Schrein. Es war dementsprechend voll dort. Auf dem Gelände werden auch religiöse Artikel verkauft. Ich habe mir ein Omamori gekauft, welches für die Sicherheit zuständig ist. Es wird daher in der nächsten Woche ins Auto gehängt, sicher ist sicher.

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„Zufällig“ ist dort in der Nähe auch ein Uniqlo-Geschäft. Wir sind daher auch dort nochmals hin. Auch heute sind wir wieder fündig geworden und haben die restlichen Sachen gekauft, die wir in der letzten Woche vergessen hatten.

Ansonsten kamen heute meine Schwägerin und Schwager zu Besuch. Den Kindern haben wir ihr Otoshidama gegeben. An Neujahr nämlich bekommen alle Kinder ein extra Taschengeld. Aber auch ich habe eine Flasche O-sake geschenkt bekommen. Wenn der so schmeckt, wie er aussieht, dann bekommt er 5 Sterne von mir. (Mittlerweile weiß ich, ja er schmeckt so gut wie er aussieht)

2013_osake

Zu Mittag gab es die Reste vom O-sechi von gestern. Im Tada-jinga habe ich natürlich auch noch etwas gefunden, Taiyaki, gefüllt mit Anko. Neben Taiyaki gab es auch hier wieder Frankfurter zu kaufen. Die sahen besser aus als gestern, wir haben aber nichts gegessen, da es ja bald schon wieder etwas gab.

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Nachdem wir nämlich nach Hause gekommen sind, gab es auch gleich Abendessen, Sukiyaki. Ich fühle mich wieder wie ein Kugelfisch. Morgen werden wir auch nochmals Oma und Tante besuchen, da ist ein großes Essen mit eingeplant 🙂 Wie man sieht, wird auch hier viel während der Feiertage gegessen. In diesem Jahr sind wir um das Weihnachtsessen herumgekommen. Zwei Feiern hintereinander wären einfach zu viel.

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Japan 2013 Jahresanfang

Akemashite omedetō gozaimasu! Prosit Neujahr!

2013_hebi_doshi2

Jetzt ist 2013, Oshōgatsu in Japan, ein Feiertag. Und was macht man an Feiertagen? Essen, natürlich 🙂 Der Tag beginnt mit O-sechiryōri und O-sake. Wenn man nicht aufpasst, ist man bereits um 12:00 Uhr Mittag betrunken oder zumindest angeheitert. Ansonsten muss man alle Gerichte des Osechis essen, das bringt Glück und Gesundheit.

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Nachdem wir uns dann den Bauch vollgeschlagen haben, sind wir zu einem Schrein gegangen. Zu einem Schrein oder Tempel am 1.1. eines Jahres zu gehen ist auch eine Tradition in Japan. Wir sind auf den Myoken-san gefahren, dort befindet sich der Myoken-jinja. Dort gab es, richtig, etwas zu essen. Wir haben „Frankfurter“ gefunden. Die sehen allerdings anders aus und schmecken auch anders als das in Deutschland bekannte Original.

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Ein paar andere Sachen haben wir dort auch noch probiert. Aber die Hauptsache ist dort für das neue Jahr zu beten. Daher bildete sich am Hauptschrein eine recht lange Schlange. Wir sind daher zu einem der Nebenschreine gegangen. Auch habe ich mir den Rauch von Räucherstabchen über meinen Kopf, Arme und Körper zugefächeln. Dies soll den Kopf frei machen, Klugheit und wahrscheinlich auch noch Gesundheit bringen. Ich bin zweimal hin, man weiß ja nie.

Abends dann gab es gebratene Hühnerflügel und damit weiteres Essen. Insgesamt kann man, wenn man will, hier wirklich den ganzen Tag essen. Schön allerdings ist es, dass alles nicht zu fett ist und damit nicht schwer im Magen liegt.

Wie schon mehrfach erwähnt, gab es heute die Glückszahlen der Silvesterlotterie. Ich habe gewonnen!! Allerdings sind es nur 300 Yen und bei 10 Losen war die Wahrscheinlichkeit, dass ich die letzte Zahl richtig hatte, 100%. Somit habe ich den Zufall ausgespielt. Schade, aber damit endet der Urlaub in der nächsten Woche und ich komme zurück.

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Japan Tag 15 Akemashite omedetou gozaimasu

Tora-doshi, das Jahr des Tigers hat begonnen. 2010, es ist schon komisch, es zu schreiben. Noch vor kurzem machte man Pläne bis 2010 und heute ist es da. Und vor nicht weniger Zeit war die Jahr-2000-Manie und heute sind wir bereits 10 Jahre weiter. Aber ich will nicht philosophieren, kann ich nämlich nicht (richtig), sondern weiter schreiben, was heute in Japan passierte.

Oshougatsu, Neujahr in Japan. Heute und auch eigentlich die nächsten 2 Tage gehören der Familie. Man isst zusammen das Neujahrsessen, osechi und trinkt O-Sake auf das Wohl des neuen Jahres. Daneben gibt es noch eine Suppe mit einem Reisball, Omochi (sprich omotschi), drin. Auch dies soll Gutes für das neue Jahr bringen. O-Sechi ist eigentlich wie einen Brunch zu sehen, da nämlich Frühstück und Mittagessen zusammengelegt werden. O-Sechi muss, eigentlich muss ich sollte schreiben, für alle 3 Neujahrstage genügen. Die Kistchen, die bestimmt einen Namen haben, werden dabei immer wieder aufgefüllt.

Nachmittags oder auch bereits in der Silvesternacht gehen viele zu einem Schrein oder Tempel, um für das neue Jahr zu beten. Dort ist es dann wie auf einem Volksfest (nein, die Musik, die dicke Backen erzeugt fehlt völlig). Vor dem Schrein bzw. Tempel sind viele Buden, die Süßigkeiten, Snacks und kleinere Gerichte verkaufen. Innen werden dann religiöse Artikel verkauft. Selbstverständlich wird innen dann, mit das Wichtigste, auch gebetet. Jetzt aber bitte nicht an Kreuze, Knien, Weihrauch und traurigen Gesang denken. In Japan ist die Religion Shinto oder Buddhismus. Da geht Beten ein wenig anders. Man wirft ein wenig Geld in eine extra dafür vorgesehen Kiste, klatscht in die Hände, schlägt eine Glocke und betet kurz. Oft sieht man bei dieser Gelegenheit auch Priester dort, die andächtig beten.

Meistens versammeln sich hier an den Neujahrstagen viele Menschen. Dann kann es durchaus vorkommen, dass das Geld aus der 10. Reihe nach vorne geworfen wird, da Schlangestehen, ein sonst durchaus üblicher Vorgang, viel zu lange dauern würde. Auf jeden Fall sind viele fröhliche Menschen, teilweise in traditioneller Kleidung, unterwegs.

Wichtig ist es auch, dass man rechtzeitig seine Neujahrskarten (nengajou) verschickt hat. Diese und nur diese werden am 1. durch die Post ausgeliefert. Bei Karten, die erst ab dem 2. geliefert werden, lassen bei Japanern schon Rückschlüsse auf den Absender zu.

Früher waren alle Geschäfte für 3 Tage geschlossen. Mittlerweile ist es so, dass ab dem 3., oft schon ab dem 2. die Geschäfte wieder geöffnet haben. Wobei der Trend geht hin zum Öffnen der Geschäfte sogar am 1. Dies allerdings nimmt den Angestellten jegliche Freude und Gefühl für Neujahr. Aber solange Kunden auch schon am 1. einkaufen gehen, wird wohl der Kommerz siegen und den Verlust an Traditionen beschleunigen. Ich bin daher froh, wenigstens ein noch relativ traditionelles Neujahr in Japan feiern zu können.

Morgen machen wir den letzten Ausflug und fahren nach Ise.

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Japan Tag 14 Silvester – oumizoka

Der letzte Tag im Jahr. Spätestens heute wird die Wohnung nocheimal gründlich geputzt und aufgeräumt, denn man will ja nicht schmutzig das neue Jahr beginnen.

Auch wird heute bereits das Neujahrsessen, o-sechi, vorbereitet. Traditionell darf/soll an den ersten 3 Tage nicht gekocht und ich glaube, auch nicht gearbeitet werden. Es gibt ein paar Ausnahmen wie z.B. die Briefträger, Zugführer, Polizei, …

Wie das aber so ist mit Traditionen, diese nehmen auch in Japan ab. Hierzu werde ich dann die nächsten Tagen etwas schreiben. Wo Tradition noch lebt, ist in der Silvesternacht im Fernsehen. Den ganzen Abend japanische Musik. Allerdings muss man wissen, dass in Japan eine eigene Pop-Kultur lebt. Hier gibt es viele Gruppen, in der westlichen Welt würde man jetzt Girl- oder Boygroups sagen, die auf japanisch und zum Teil mit Englisch gemischt, rappen, englischsprachige Lieder covern oder sonstige neumodische Musikarten (man bin ich alt, aber da kommen die auch noch hin 😉 vortragen. Diese Silvestersendungen nun bringen die Gruppen und Sänger, junge Leute, sowie „alte“ Stars der Volksmusik in einer Sendung und nicht fein säuberlich getrennt.

Schlag 24 Uhr passiert … nichts. Das neue Jahr beginnt leise. Man wünscht sich ein schönes neues Jahr, völlig unspektakulär. Keinen Sekt, kein Feuerwerk, kein Geschrei, keinen Lärm, keine alten Witze, kein Konfetti, keine Bowle, kein Bleigießen (macht man das eigentlich noch?). Um Mitternacht hört man nur eine einsame Glocke 108-mal schlagen.

Dies ganze hat den Vorteil, dass man nämlich Neujahr, die Neujahrstage 1. – 3. Januar, genießen kann. Ohne Übermüdung und ohne dicken Kopf. Dies ist auch wichtig, weil in Japan die Neujahrstage wichtig sind, das Fest der Familie.

Eine Sache allerdings vermisse ich, nämlich „Dinner for one“.

Prosit Neujahr.

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