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Ein Trauerspiel: LTE in Deutschland

Gestern ein Artikel in den VDI-Nachrichten über den doch eher schleppenden Aufbau des LTE-Netzes in Deutschland, heute ein Artikel bei Netzwertig.com über „Deutschlands träge Digitalwirtschaft“ von Martin Weigert.

Der VDI-Artikel gibt einen guten Überblick über den derzeitigen Zustand und des derzeitigen Angebotes von LTE in Deutschland. Gleichzeitig aber zeigt er auch auf, woran Deutschland krankt. Da ist zum einen die doch eher unverständliche Tatsache, dass der LTE-Ausbau zwar politisch gewollt ist, gleichzeitig aber Tausend Anträge zur Genehmigung von Richtfunkstrecken bei der Bundesnetzagentur liegenbleiben.

Größtes Problem aber ist sicher der deutsche Verbraucher. Hierzu gibt es ja in diesem Blog schon die eine oder andere Meinung, und auch beim Thema LTE kommt man hierzulande nicht richtig weiter. LTE, wozu braucht man dies, es geht ja auch so. Ja, sicher, Feuer machen geht auch mit Feuersteinen. Hightech wird leider in Deutschland erst akzeptiert, wenn sie Commodity geworden ist.

Dann natürlich auch das liebe Geld. Die Nutzerentgelte sind doch eher hoch hierfür. Auf der anderen Seite, die Firmen sind durch unser Wirtschaftssystem gezwungen, Geld zu verdienen. Aber diese Tatsache ist anscheinend aus den Köpfen entschwunden.

Andere Länder sind hier, wie immer, weiter. USA und Asien (wobei Asien hierzulande gern als Land angesehen ist), in diesen beiden Regionen ist die Akzeptanz und damit auch die Verbreitung von LTE recht hoch. In Japan beispielsweise konnte NTT Docomo in Q1/2012 400.000 LTE-Handsets abgesetzen. In Deutschland nutzen keine 200.000 Kunden die neue Technologie (Daten, keine Sprache).

Aber wie Martin Weigert schon schreibt, das Grundproblem steckt in den Köpfen der Menschen.

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Eingeordnet unter Deutschland von innen, Telekommunikation

Deutschland peinlich und unerträglich

Danke Roland Tichy für diese Worte der Anteilnahme. Bei dieser geradezu panischen Diskussion in Deutschland sind die Menschen in Japan, inmitten der Katastrophe aus Erdbeben und Tsunami, völlig in Vergessenheit geraten.

Über die Anmaßungen Deutscher ganz zu schweigen, genaue Information aus einem Katastrophengebiet zu erhalten und noch dazu respektlose Belehrungen an einen souveränen Staat abgeben zu wollen. Es ist auch weiterhin nur peinlich, dass Deutschland als eines der ersten Länder seine Hilfsmaßnahmen vor Ort eingestellt und abgereist ist. Japanische Medien haben darüber berichtet! Darüberhinaus sind aber Chinesen (!), Südkoreaner, Amerikaner, Briten vor Ort geblieben und haben Hilfe geleistet und leisten sie noch dort. Ja, Neuseeland, Südafrika und die Türkei schicken ihre Hilfskräfte noch ins Katastrophengebiet, während Deutschland hinterm warmen Ofen zu Hause sitzt.

Das einzige, in dem Deutschland schnell war, ist es eine Erklärung abzugeben, weswegen es nicht helfen kann. Erklärungen sagen Deutsche dazu, das Ausland nennt es Ausrede und Feigheit.

Nach Japan ist es nicht mehr notwendig, über deutsche und auch christliche Werte zu diskutieren oder diese gar von Ausländern einzufordern. In geradezu beschämender Weise hat Deutschland gezeigt, was Mitgefühl und Anteilnahme für Deutschland bedeuten.

Ich weiß nicht, wie ich dies meiner japanischen Familie und meinen Freunden erklären soll. Es ist nur peinlich und ich schäme mich für Deutschland.

Ich bitte daher alle Leser, sich bei Roland Tichy in den Blog einzutragen, bei der japanischen Botschaft seine Trauer und sein Mitgefühl zu bekunden und um Entschuldigung für dieses peinliche Verhalten zu bitten. Wer nochdazu sein Herz wieder gefunden hat, der möchte bitte schnell, den Menschen in Japan helfen und etwas spenden.

Vielen Dank hierfür.

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Eingeordnet unter Japanisches

Bitte lächeln :D

Deutschland ist eine Dienstleistungsgesellschaft und der Weg ist weit. Seit den 80-igern wird den Deutschen erzählt, dass Deutschland eine Dienstleistungsgesellschaft werden wird und werden muss. Doch die Anleitung hierzu fehlt.

Im Ausland hat Deutschland den Ruf, nicht besonders servicefreundlich zu sein. Wenn nun Gäste nach Deutschland kommen, so wird u.a. dieses Vorurteil bestätigt. So oft höre ich, dass sich Gäste in Deutschland beim Einkauf unwohl fühlen. Man ist kein Kunde, man ist Bittsteller. Es wird nichts verkauft, sondern wohlwollend überlassen. Selbst in Touristenhochburgen scheint noch nicht angekommen zu sein, dass Freundlichkeit gegenüber Kunden erwartet wird.

Viele Touristen sind daher geschockt, wenn sie zum ersten Mal ein deutsches Geschäft betreten. Die Verkäuferin/der Verkäufer dann, mit Händen in die Hüfte gestemmt, misstrauisch den eintretenden Kunden beäugt. Will der mich jetzt etwa bestehlen? Mit Unmut wird sich dann weiter dem Kunden genähert, denn nun muss der Job gemacht werden. Und wer will schon arbeiten, für andere, ja gar für Fremde, Fremde aus anderen Ländern? Der Ausdruck steht klar geschrieben im Gesicht.

Hier neigen ja Deutsche dazu, dass sich dicke Hautfalten im Gesicht nicht nur der Schwerkraft unterziehen sondern, dass diese mit Muskelkraft dazu benutzt werden, eher einem Bullterrier zu gleichen, als einem freundlich schauenden Menschen. Und genau jetzt ist auch das Wort gefallen, freundlich schauend, dass ist das, was als allererstes von Gästen erwartet wird.

Was ist daran eigentlich so schwer? Und was könnte man da für einen Eindruck hinterlassen?

Es ist sicher schwer, den ganzen Tag freundlich zu bleiben. Es gelingt aber mit Übung und diese fehlt Deutschen von Kindesbeinen an. Die pessimistische Grundeinstellung wird von Beginn an trainiert. Das kritische Hinterfragen, nach Fehlern suchen, zuallererst nach den Schwächen forschen, das Scheitern zu erwarten, dies ist die typische Herangehensweise Deutscher an neue Dinge und an fremde Menschen.

Der Weg ist weit und dabei nur ein Lächeln entfernt. Ein Lächeln mehr pro Tag, ein Kunde mehr der sagen könnte, dass Deutschland sich entwickelt hat und dass das Vorurteil ja gar nicht stimmt.

Smile Sonnenblume

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Eingeordnet unter Deutschland von innen

Hello world!

Weiß eigentlich jeder wo der Titel herkommt?

Hallo, dies ist ein neuer Blog bei WordPress, scones20.wordpress.com. Scones gibt es schon länger. Seit 2006 konnte man mich unter scones.twoday.net finden. Seit heute (08.05.2010) aber wird es nur noch Einträge bei Scones20 geben. Da ich jedoch einzelne Artikel hierher umgezogen habe, gibt es auch ältere Artikel.

Scones20, 2.0, das soll auch das Hauptthema in diesem Blog sein. Die neuen Social Media im Privaten, aber auch im Geschäftsumfeld (hätte ich jetzt Enterprise sagen sollen) aus Sicht eines Analog Natives oder manche würden sagen Digital Immigrant, auf jeden Fall aber als Laie.

Doch es soll keinen spezifischen Themenblog geben, sondern der Mensch ist vielfältig, so soll auch dieser Blog sein. Sicher es kann – und ich will es auch nicht – keine 360° von Scones20 geben, aber was ich in der Vergangenheit schon beschrieben habe, wird hier weitergeführt werden. Daher werde ich auch hier über

  • Japan
  • Kitkat
  • Service in Deutschland schreiben.

Der Blog wird sich in seinem Erscheinungsbild in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder einmal anders darstellen, da auch ich ersteinmal mit WordPress ein wenig üben möchte. Bitte daher nicht erschrecken, wenn es morgen nicht mehr so aussieht wie heute. Was bleibt ist der Autor, Scones20.

Hello World.

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