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Japan Tag 21 The End

Das war ein langer Tag, aber wir sind gut zu Hause angekommen. Wir haben zwar kein Auge zubekommen, da ständig ein Kind geschrien hat, aber dafür konnte ich mir Michael Jackson „This is it“ zweimal ansehen. Zweimal wurde ich auch beim Zoll kontrolliert, aber wer wie wir 2 vollgepackte Rucksäcke und 2 große Koffer mit sich herum trägt, macht sich eben „verdächtig“.

Eine deutsche Zeitung konnte ich auf dem Flug schon lesen und war „beruhigt“. Es sind nach 3 Wochen immer noch die gleichen Meldungen vorhanden, Steuersenkung, geldhungrige Bankvorstände, Kopenhagen, Afghanistan, Iran, Bundeshaushalt mit Rekordschulden. Eine Meldung aber war neu, nur eine (!), der Nacktscanner kommt.

Überrascht waren wir vom Wetter, überall Schnee und die Aussichten, noch mehr Schnee. Dumm ist, dass wir die nächste Woche Winterdienst haben.

Irritiert waren wir über den Taxifahrer, der uns nach Hause gefahren hat und sich über das Ziel geärgert hat. Eine Fahrt für 13,50 EUR waren ihm nicht genug und bedankt hat er sich auch nicht. So etwas ist mir noch nicht passiert und im Serviceland Japan schon gar nicht! Wahrscheinlich werde ich mich nachher noch über die Person beschweren, ich muss nur herausfinden wo man dies tun kann.

Am nächsten Morgen waren wir bereits um 6 Uhr morgens wieder wach. Die Zeitumstellung lässt sich ohne Schlaf im Flugzeug einfach nicht überlisten. Jetzt heißt es auspacken, waschen, bügeln, sauber machen. Alles wird wieder normal.

Damit endet auch mein Reisebericht. Was jetzt anfängt ist mein Diätprogramm, 3 kg mehr müssen mindestens wieder weg. Was jetzt (hoffentlich) weitergeht ist mein Japanischlernen, was hoffentlich nicht im Alltag untergeht. Was auf jeden Fall weitergeht ist der eine oder andere Hinweis oder Information über Japan in diesem Blog.

Also dann, vielen Dank fürs Aushalten und bis zum nächsten Mal.

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Japan Tag 20 Gepackt und Geschrieben

Es ist der Wahnsinn, den ganzen Tag packen. Aber wie sollte es auch anders kommen, fast täglich habe ich ja vom Einkaufen geschrieben. Viele Dinge wollten wir auch kaufen, viele andere Dinge wurden uns geschenkt und dann war ja auch Urlaub und das eine oder andere nötige und unnötige findet man dann ja besonders leicht. Dumm ist, dass man gar keine Flüssigkeiten mehr ins Flugzeug nehmen darf. Und gerade dies wird einem in Japan aber gerne geschenkt, möglichst noch in der typischen 1,8-l-Flasche.

Das erste Wiegen der Koffer brachte in Summe 6 kg Übergepäck. Also gilt es umzuräumen, ein paar Sachen noch in Handgepäck und den Rest verschicken. Der Rest, d.h. 3 große Pakete voll. Die Kilos und den Preis dafür kenne ich noch nicht. Ich schätze aber ca. 24 kg. In Summe, inklusive Verpackungen und Koffer, sind es dann etwas über 110 kg, die die Reise nach Deutschland antreten. Zugegeben, damit hatten wir auch schon bei der Flugbuchung kalkuliert.

Auch Japan und die japanische Post macht vor der Terrormanie in der westlichen Welt nicht halt. So muss man mittlerweile jedes Stückchen, was im Paket eingepackt ist auf einen Zettel schreiben und beilegen. Früher konnte man wenigstens Dinge zusammenfassen.

Dadurch dauert das Packen jetzt doppelt solange, denn der Artikel soll dann nämlich auch noch in der Landessprache des Ziellandes oder auf Englisch geschrieben werden. Wie z.B. soll man „wakame“ oder „furikake“ sinnvoll in eines der beiden Sprachen übersetzen ohne ungenau zu werden? Und welcher Japaner spricht und schreibt schon eine dieser Sprachen? Man muss sich nur einmal überlegen, wie gut Deutsche Englisch und vor allem Japanisch können. Muss man sich dieser Aufgabe mittlerweile eigentlich auch in Deutschland stellen?

Morgen früh geht es nun los. 6 Uhr aufstehen, 7 Uhr kommt das Taxi, dann sind wir zwischen 9 Uhr und 9:30 Uhr am Flughafen und um 11 Uhr ist Abflug.

Heute gab es als Abschiedsessen Wildschwein-Onabe, botan-nabe. Es hat, wie die ganze letzte Zeit auch, sehr gut geschmeckt und ich habe, wie die letzten Tage auch, zuviel gegessen.

Ab morgen, spätestens übermorgen muss ich mir ein Diätprogramm einfallen lassen. Aber bis dahin habe ich noch einen 32h-Tag vor mir, da wir ja die 8 h Zeitunterschied wieder zurückerhalten.

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Japan Tag 19 Tanuki

Jetzt ist so langsam der Einpackwahn gekommen. So viele Geschenke, die wir bekommen haben, so viele Dinge, die wir gekauft haben und natürlich Sachen, die wir mitgebracht haben, müssen zurück nach Deutschland. Gut ist, dass wir jeweils 30 kg Gepäck + 7 kg Handgepäck mitnehmen können. Leider aber wird dies nicht reichen, so werden wir außerdem noch 1, 2, 3, … Pakete schicken. Dies ist billiger als alles als Übergepäck aufzugeben. Zumal hier die Post, auch die Paketpost viel billiger ist, als in Deutschland. In umgekehrter Richtung ist es wahrscheinlich besser, es als Übergepäck mitzunehmen. Auf jeden Fall haben wir heute schon mal angefangen zu packen. Morgen dann kommt der große Rest.

In Japan oder zumindest in der Kansai-Area gibt es viele Tanuki-Freunde. Ein Tanuki ist so etwas wie ein japanischer Gartenzwerg. Ein kleines Tierchen mit dickem Bauch, Hut, lustigem Blick und einem kleinen Fässchen O-Sake an der Seite.

Der Tanuki ist ein Mann, was manchmal auch überproportional dargestellt wird. An seiner Seite gibt es auch eine Tanuki-Frau. Und bevor die Frage aufkommt, nein, hier werden keine Proportionen übertrieben. Beide Figuren heißen übrigens Tanuki, sowohl die männliche als auch die weibliche. Tanukis gibt es in mehreren Größen, kleine ca. 2 cm groß bis stattlich große, die dann schon einmal 1 m messen können. Tanukis haben keinen tieferen Sinn, wie Glücksbringer oder böse Geistervertreiber. Sie sind einfach nur lustig und schön anzusehen.

Es gibt auch einen lebendiges Tanuki, was seinem tönernen Pendant allerdings nicht sehr ähnlich sieht.

Heute haben wir, ja natürlich, unsere Mitbringsel eingekauft und sind auch noch einmal bei einem Autohändler vorbeigegangen. Ich wollte einfach mal sehen, warum es in Japan so viel neuere Wagen gibt. Und dann haben wir so viele Toyota-Prius gesehen, ich glaube ungefähr so viele, wie ich in Deutschland in 3 Jahren sehen würde. Japan ist anscheinend, nicht nur mit dem Prius, sondern auch anderen Marken in Sachen alternativen Antrieben, auch im Mittelklassesegment, viel, viel weiter als wir in Deutschland, auch im Kopf. Ein Grund dafür kommt gleich.

Nun, wir sind daher zu Toyota gegangen. Der erste Eindruck, Toyota ist in Japan ganz anders aufgestellt. Hier gibt es so Markennamen wie z.B. Toyo-pet. Dann haben wir einmal nach besagtem Prius Ausschau gehalten. 2.000.000 Yen, ich konnte es kaum fassen, sozusagen ein Schnäppchen. Und so ein Prius ist in dieser Klasse schon etwas teurer.

Sollte dies jetzt ironisch klingen, dann ist es durchaus so nicht gemeint. 2.000.000 Yen sind weniger als 16.000 Euro für einen Neuwagen!

Da Japan nicht gerade ein armes Land ist, liegt der Schluss klar auf der Hand. Deutschlands Lieblingsindustrie ist unverschämt teuer!

Aber ich will mich ja nicht in meinem Urlaub aufregen, dazu wird es danach noch genügend Gelegenheit geben. Daher werde ich jetzt weiter packen und morgen meinen (vor-)letzten Tag in Japan genießen.

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Japan Tag 18 Shabu-Shabu

Jetzt muss man schon wieder an den Heimflug denken. In 3 Tagen ist es soweit. Daher haben wir heute nochmals unsere Oma und Tante besucht. Sie haben sich wieder sehr darüber gefreut. Leider sehen wir sie zu selten. Aber was soll man machen, es ist nun mal so.

Natürlich haben sie uns wieder gut verpflegt. als Vorspeise gab es Fleisch-Gemüse-Kroketten und als Hauptspeise Fisch-Shabu-Shabu. Natürlich schmeckte alles wieder sehr, sehr gut.

Danach haben wir noch kurz einen Tempel besucht. Die Neujahrstage waren vorüber, aber heute hatten trotzdem noch viele Firmen geschlossen, so dass dort immer noch ein gewisser Trubel herrschte.

Jetzt möchte ich kurz mal erklären, wie Japaner in Gesellschaft bzw. mit Gästen O-Sake trinken. Vereinfacht gesagt, man schenkt sich gegenseitig ein. Der Gastgeber füllt dem Gast das Glas (auch wenn es nicht aus Glas ist), dieser bedankt sich höflich. Um nun weiterhin höflich zu bleiben, schenkt der Gast seinem Gastgeber ein. Dies geht nun munter so weiter. Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass so etwas „böse“ enden kann 🙂

Ich war auch heute kurz in einer Apotheke etwas einkaufen. Apotheken in Japan sind eine Mischung aus Apotheke und Drogerie. Beim Bezahlen wollte ich keine Tüte und es wurden mir dafür 2 Yen erstattet. Er ist erstaunlich, wie hier kalkuliert wird. Aber dieses Thema ist nur ein Randthema.

Morgen muss ich noch ein paar Mitbringsel kaufen. Dies kann schon schwierig sein, da der heimische Geschmack ein anderer ist und viele Leute hier nicht offen dafür sind, dass nicht alles so schmeckt wie zu Hause.

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Japan Tag 17 Letzter Neujahrstag

Eigentlich wollten wir nur ein wenig spazierengehen. Dann ist uns aber eingefallen, das wir eigentlich noch einen Kaffee trinken könnten. Also sind wir in ein nahegelegenes Einkaufszentrum gefahren. Dummerweise waren auch noch andere Geschäfte geöffnet, trotz Sonntag und trotz Feiertag. Und unsere Einkaufsliste war immer noch nicht vollständig abgehakt. Also was haben wir gemacht? Klar, wir sind mal wieder Einkaufen gegangen. Es hört einfach nicht auf. Jetzt aber glaube ich, dass uns „nur“ noch die Mitbringsel für Verwandte und Nachbarn fehlen. Aber vielleicht fällt uns ja noch etwas ein. Ach ja, Kaffee trinken waren wir natürlich auch, es gab Matcha-Keki.

Dann war heute noch ein Familientag mit Schwager, Schwägerin und Kinder. Selbstverständlich wurden Geschenke ausgetauscht. Für die Kinder gab es zusätzlich noch ein Geldgeschenk, o-toshidama, zum Neujahrsfest.

Was beim Gespräch immer wieder auffällt ist, dass der Gast, also ich, auch wenn ich Familienmitglied bin, immer wieder über Deutschland befragt werde. Umgekehrt habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Frau sehr wenig über Japan gefragt wurde. Ist das jetzt nur Zufall oder aber eine deutsche Eigenheit?

Für heute, anyway, kann ich nur feststellen, dass meine kleine Nichte, 4 Jahre alt, viel besser Japanisch spricht als ich. Naja, vielleicht kann ich ja das nächste Mal auch mehr sprechen, so dass ich mich auch mal in Good-Broken-Japanisch unterhalten kann.

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Japan Tag 16 Ise

Heute haben wir eine Bustour nach Ise gemacht. Ziel war das wichtigste Shinto-Heiligtum, der innere und äußere Schrein, Naiku und Geku. Beide zusammen bilden den Ise-Schrein, Ise-jingu.

Wahrscheinlich weil noch immer Neujahr ist, waren tausende Menschen, mit Autos und Bussen nach Ise gefahren. Ich mit meiner Tour musste mich erst daran gewöhnen, wie Japaner sich Sehenswürdigkeiten ansehen. Alles ist auf die Minute geplant, so dass man fast laufen muss, um sich alles anzusehen. Auf jeden Fall fährt der Bus pünktlich ab, so dass man unter keinen Umständen zu spät kommen darf und die, nein alle anderen warten müssten. Also schnell ein Foto gemacht und weiter, die Zeit drängt. Man darf sich übrigens frei auf dem Gelände bewegen und musste nicht mit der Gruppe und einem Fahnenträger mitlaufen.

Vor beiden Hauptsehenswürdigkeiten bildeten sich lange Schlangen. Nachdem wir im inneren Schrein dann bereits 50m in der Schlange standen, wurde durchgesagt, dass für die restliche Strecke mit einer Wartezeit von ca. 1,5h zu rechnen ist. Wir haben es dann aufgegeben.

Im äußeren Schrein konnten wir die Hauptattraktion sehen. Aber, Fotografieren verboten! wahrscheinlich war dies im inneren Schrein genauso.

Mitten in der Tour gab es Mittagessen. Also der ganze Bus ins Restaurant. Jeder hatte bereits sein Mittagessen auf dem Tisch. Also schnell die Schuhe ausziehen, hinhocken, essen und schnell wieder weiter. Das war Massenabfertigung pur, das Essen war entsprechend. Richtig gut oder zumindest gut war es leider nicht. (Im Nachhinein haben wir herausgefunden, der Anbieter hatte uns angerufen (!), dass hier leider ein Fehler passiert sei. Wir hatten somit das falsche Mittagessen erhalten, schade.)

Auch das kann in Japan passieren. Zum Einen, dass das Essen mal nicht so gut ist, ist zum Glück sehr selten und zum Anderen, dass man sich im Restaurant die Schuhe ausziehen muss, dies kommt allerdings öfters vor. Es ist schon sehr ungewohnt, sich als Frau auf die Fersen zu setzen und als Mann, sich im Schneidersitz hinzusetzen. Interessant wird es, wenn man dies länger durchhalten muss. Auch ist der Platz für einen nicht gerade ausreichend, da dieser für Japaner bemessen ist und die sind i.d.R. kleiner.

Ach ja, hier noch ein kleiner Tipp. Normalerweise stehen noch Slipper bereit. Diese benutzt man, um zur Toilette zu gehen. Bitte diese dann in der Toilette wechseln, dort stehen nämlich weitere Slipper bereit. Und jetzt bitte, bitte nicht mit den Toilettenslipper an den Tisch zurückgehen. Dies kann zu Gelächter oder auch bösen Blicken führen, es kommt ganz auf die Personen an. Die Slipper sind, wie auch schon im Tempel, viel zu kurz.

Den Abschluss der Tour in Ise bildete dann noch der Gang durch die Touristen-Einkaufsstraße. Links und rechts Geschäfte. Ob die Preise passen, weiß ich nicht. Dies ist allerdings nicht so schlimm, wenn man in den Kaufrausch gezogen wird. Dann ist es vielleicht sogar ein Spaß, hier ein da ein paar Souvenirs zu kaufen.

Morgen steht noch ein Familientag an und mal sehen, was sonst noch passiert.

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Japan Tag 15 Akemashite omedetou gozaimasu

Tora-doshi, das Jahr des Tigers hat begonnen. 2010, es ist schon komisch, es zu schreiben. Noch vor kurzem machte man Pläne bis 2010 und heute ist es da. Und vor nicht weniger Zeit war die Jahr-2000-Manie und heute sind wir bereits 10 Jahre weiter. Aber ich will nicht philosophieren, kann ich nämlich nicht (richtig), sondern weiter schreiben, was heute in Japan passierte.

Oshougatsu, Neujahr in Japan. Heute und auch eigentlich die nächsten 2 Tage gehören der Familie. Man isst zusammen das Neujahrsessen, osechi und trinkt O-Sake auf das Wohl des neuen Jahres. Daneben gibt es noch eine Suppe mit einem Reisball, Omochi (sprich omotschi), drin. Auch dies soll Gutes für das neue Jahr bringen. O-Sechi ist eigentlich wie einen Brunch zu sehen, da nämlich Frühstück und Mittagessen zusammengelegt werden. O-Sechi muss, eigentlich muss ich sollte schreiben, für alle 3 Neujahrstage genügen. Die Kistchen, die bestimmt einen Namen haben, werden dabei immer wieder aufgefüllt.

Nachmittags oder auch bereits in der Silvesternacht gehen viele zu einem Schrein oder Tempel, um für das neue Jahr zu beten. Dort ist es dann wie auf einem Volksfest (nein, die Musik, die dicke Backen erzeugt fehlt völlig). Vor dem Schrein bzw. Tempel sind viele Buden, die Süßigkeiten, Snacks und kleinere Gerichte verkaufen. Innen werden dann religiöse Artikel verkauft. Selbstverständlich wird innen dann, mit das Wichtigste, auch gebetet. Jetzt aber bitte nicht an Kreuze, Knien, Weihrauch und traurigen Gesang denken. In Japan ist die Religion Shinto oder Buddhismus. Da geht Beten ein wenig anders. Man wirft ein wenig Geld in eine extra dafür vorgesehen Kiste, klatscht in die Hände, schlägt eine Glocke und betet kurz. Oft sieht man bei dieser Gelegenheit auch Priester dort, die andächtig beten.

Meistens versammeln sich hier an den Neujahrstagen viele Menschen. Dann kann es durchaus vorkommen, dass das Geld aus der 10. Reihe nach vorne geworfen wird, da Schlangestehen, ein sonst durchaus üblicher Vorgang, viel zu lange dauern würde. Auf jeden Fall sind viele fröhliche Menschen, teilweise in traditioneller Kleidung, unterwegs.

Wichtig ist es auch, dass man rechtzeitig seine Neujahrskarten (nengajou) verschickt hat. Diese und nur diese werden am 1. durch die Post ausgeliefert. Bei Karten, die erst ab dem 2. geliefert werden, lassen bei Japanern schon Rückschlüsse auf den Absender zu.

Früher waren alle Geschäfte für 3 Tage geschlossen. Mittlerweile ist es so, dass ab dem 3., oft schon ab dem 2. die Geschäfte wieder geöffnet haben. Wobei der Trend geht hin zum Öffnen der Geschäfte sogar am 1. Dies allerdings nimmt den Angestellten jegliche Freude und Gefühl für Neujahr. Aber solange Kunden auch schon am 1. einkaufen gehen, wird wohl der Kommerz siegen und den Verlust an Traditionen beschleunigen. Ich bin daher froh, wenigstens ein noch relativ traditionelles Neujahr in Japan feiern zu können.

Morgen machen wir den letzten Ausflug und fahren nach Ise.

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