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Digital Natives Superstar reloaded

Alle Jahre wieder gibt es in den VDI-Nachrichten einen Artikel über Digital Natives. Wenn man den Artikel liest, kommt es einem vor, als wenn Digital Natives eine homogene Gruppe von Superstars sind. Angetreten, um den Chefs dieser Welt das Fürchten zu lehren und die Firmen nach ihren festen Wünschen und festen Zielen umzugestalten. Superman in Gestalt von Digital Natives. Ein Jahrgang früher, also nur noch Digital Immigrant, und man muss sich anpassen, dazulernen und sich fürchten.

Nach meiner Meinung ist zunächst einmal die Einteilung und auch Abgrenzung zwischen Digital Natives und Digital Immigrants in diesem Zusammenhang falsch. Auch sind Digital Natives Heranwachsende und junge Erwachsene, die frisch in eine Firma hineinkommen und sich mit all den dort auftretenden Unsicherheiten auch dort erst einmal zurechtfinden müssen und nicht gleich den Posten, weil Überflieger, des CEOs übernehmen können, um so die Firma umzugestalten.

Die geschürte Erwartungshaltung ist für Digital Natives nicht gut. Denn sie werden den Ansprüchen, die durch die Medien an sie gestellt werden, wenn überhaupt, nur sehr schwer gerecht. Dies hat eher etwas mit Wunschdenken, Elitedenken oder Heroisierung als mit der Realität zu tun.

Nichtsdestotrotz, ersetzt man Digital Natives mit Digital Residents, so macht der Artikel Sinn und wirkt nicht mehr so verstörend. Ein Punkt allerdings noch, das Ende ist unsauber abgeschlossen. Hier geht es um den eher flapsigen Facebook-Umgangston und die Schwierigkeiten, sich hier dem ernsteren Stil innerhalb einer Firma anzupassen. Was soll es bedeuten, wenn als letzter Satz „Beide Seiten müssen lernen.“ geschrieben steht? Soll jetzt die Firma lernen, sich genauso auszudrücken oder dies nur akzeptieren und Verständnis hierfür aufbringen?

Quelle: VDI-Nachrichten, Nr. 1/12, 06.01.12, Digital Natives fordern Führungskräfte heraus

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Doch kein Tool benötigt

Vor ziemlich genau einem Jahr war ich auf der Suche nach einem idealen Social-Media-Tool für das Internet. Heute ist es nicht nur bei mir ziemlich still um dieses Thema geworden.

Damals dachte ich, dass ein solches Tool doch bestimmt den Überblick über all die vielen, vielen Informationen im Web geben könnte. Aber dies stimmt so nicht. Social Media ist kein neues Tool, mit dem ich neue Informationen filtere und mir anders als heute zusammenstelle. Social Media ist vielmehr eine Sammlung von Tools, deren sinnvolle Verknüpfung und Gebrauch und, das wahrscheinlich Wichtigste, die Interaktionsmöglichkeiten zwischen verschiedenen Benutzern.

Leider ist meine Quellensammlung ziemlich schlecht. Dies werde ich in der nächsten Zeit verbessern müssen. Zumindest nehme ich es mir vor. Aber, gerade in letzter Zeit habe ich einige Artikel im Web gefunden, die genau dies aussagen. All die Dinge, die Menschen zusammenbringen, die Menschen zusammen arbeiten lässt, Verknüpfungsmöglichkeiten zulässt und wie Menschen dies nutzen, all diese Dinge werden unter dem Begriff Social Media zusammengefasst.

Ein Tool wird daher die neue Art Wissen auszutauschen nicht erfüllen können. Vielmehr muss der Einzelne lernen, wie er an Informationen kommt und diese für ihn sinnvoll verknüpft. Social Media ist zwar eine neue Art Informationen zu verbreiten und zu verarbeiten, doch ist dies gleichzeitig auch die Weiterentwicklung aus dem eher statischen Internet in den Anfängen des Webs.

Eine Trennung zwischen Gen X, Gen Y, Gen Z, Digital Native oder Digital Immigrant oder aber die Mystifizierung von Social Media bringt uns nicht weiter. Vielmehr sind gerade die, die verstanden haben, dass die neue Form Vorteile bringt, gehalten, dies in die Firmen zu tragen und dort zu verbreiten.

Innerhalb der Firma aber, wo man dann doch eher auf fest zur Verfügung gestellte Informationsplattformen zugreifen kann, dort könnte ein solches Tool, eine Social-Media-Platform wieder Sinn machen.

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DNs sind per se nicht besser

Nachdem ich nun endlich das Video zur Präsentation von Prof. Kruse gesehen habe, ist mir nun endlich ein wenig die Rolle der Digital Natives (DNs) klarer. Seit ich mich nun mit dem Thema beschäftige und das ist (leider) noch nicht allzu lange, ist mir die Rolle der DNs unklar, wenn nicht gar suspekt gewesen.

Zwei Aussagen von Prof. Kruse:
„Die Aussage „Das ist nicht mehr meine Welt, das ist die Welt der DNs zählt nicht. DN bezieht sich auf das Alter. Aber, im Netz zu Hause zu sein ist keine Frage des Alters.“

„DN sind die Katalysatoren zur Einführung von Social Media in die Unternehmen. Die Unternehmen haben dies verstanden.“

Damit ist doch klar, DNs sind nicht per se die besseren Internet-Nutzer. DNs benutzen das Internet genauso wie die Digital Immigrants (DI). Nur ist die Verteilung zwischen Digital Residents und Digital Visitors anders.

Damit auch weiterhin klar, DNs revolutionieren nicht das Arbeitsleben in den Unternehmen, sondern dies wird durch das vorhandene Unternehmen bereits getan. DNs beschleunigen nur diesen Prozess. Wer sich allerdings dem Ganzen sperrt oder sich aber nur sehr zögerlich herantastet, wird wohl überrollt werden.

Anfangsschwierigkeiten, wie im Blog 2Punkt0 im Artikel „Outlook als Enterprise 2.0 Hürde“ beschrieben, werden wohl sehr schnell der Vergangenheit angehören. Es wird in Zukunft nicht mehr möglich sein, diesen Trend, nein, dieser Veränderung auszuweichen.

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Arbeit 2.0 oder was?

Die ersten Digital Natives (DN) arbeiten ja mittlerweile und die Firmen denken darüber nach, was sich denn alles ändern muss, um als attraktiver Arbeitgeber zu gelten. Panik: Web 2.0, Blogs, Collaboration, Online-Feedback, Facebook –> hin zum Unternehmen 2.0.

Und alle Digital Immigrants (DI) müssen sich ändern, sich anpassen, damit sie nicht abgehängt werden. Veränderung ja, dies war aber auch schon immer so. Veränderung ja, heute aber schneller als gestern. Veränderung ja, ich glaube, dies ist mittlerweile auch in vielen Köpfen verankert, dass es ohne nicht mehr geht. Also, die DIs sind bereit, wollen üben, wollen machen, aber es muss auch passen und nicht zur Bremse werden.

Aber warum muss sich denn momentan alles ändern? Und wenn nun mal so ein DN arbeitet, hat er denn dann immer noch so viel Zeit für Chats, seine Freunde online zu verfolgen oder private Blogs zu schreiben? Was passiert wenn dann noch eine Familie dazukommt? Chatten dann die Partner etwa oder schreiben sich gegenseitig Blogs, damit sie immer noch 2.0 sind? Was passiert mit so einem DI, wenn dann mal 3.0 oder gar 4.0 kommt? Ist er dann immer noch Native oder auch Immigrant? Muss er dann Angst haben?

Fragen über Fragen, die Zukunft wird sie beantworten.

Es ist gut, dass das Leben nicht schwarz-weiß ist, nicht digital 0 oder 1 und das wissen die Analog Natives besser als alle anderen. Hier ist auch mal 0,75 erlaubt oder auch 2 und hier wird es wohl auch hingehen. Neue Technologien werden adaptiert, wenn sie gut sind, wenn sie sich in den Arbeitsablauf einpassen und nicht einpressen. Neue Technologien werden auch sterben, eben wenn sie unbrauchbar sind, zu kompliziert zu bedienen sind, keinen schnellen Nutzen bringen.

Aber spannend ist es schon, was alles passieren wird. Wichtig ist es auch einfach mal hinzuschauen, auszuprobieren und wenn es „schmeckt“, zuzulangen. Bei „Besser 2.0“ ist ein Artikel über die Globalen Internet Trends 2010. Trend Nummer 1 ist für mich allerdings wenig überraschend. Ein Dashboard, was denn sonst. Dies fällt eigentlich jedem auf, dass die Einzelanwendungen ohne Verbindung untereinander keine wirkliche Hilfe für ein Unternehmen 2.0 sind.

Auf jeden Fall, ich bin dabei.

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