Agil im Januar

Vor einem Monat habe ich davon berichtet, dass in der Firma ab sofort agil sind. Nun, der erste Monat ist vorbei. Ich muss sagen, bisher habe ich davon noch nichts mitbekommen. Das liegt natürlich auch an meiner derzeitigen Arbeit, die ich noch aus dem letzten Jahr mitgenommen habe. Aber selbst die Kollegen um mich herum, die arbeiten nicht anders, die sind auch nicht anders.

Im Intranet nun, da wird viel darüber berichtet. Da kann man dann viel über „Agil“ lesen und es vielleicht so auch lernen. Aber das sind andere Standorte, bei mir am Standort, ja, da ist es so, wie im letzten Jahr. Und über „agil“ lesen, ohne es zu erleben, das ist doch bestimmt nicht der richtige Weg. Ich bin gespannt, ob in den nächsten Monaten, eine Änderung festzustellen ist.

Mangels neuer Infos gehe ich mal auf einen anderen Aspekt der neuen Arbeit ein. Seit Jahren wird ja der Open Space verkauft. Alles ist offen, die Kommunikation wird erhöht, man lernt auch andere Sichtweisen kennen, man vernetzt sich besser. Bei uns gibt es Standorte, die haben das, den Open Space. Wenn ich die Kollegen dort höre, ist dort gähnende Leere. Bei uns hat man es nicht eingeführt. Dort gibt es nur den flexiblen Arbeitsplatz. Büros, in denen man sich einen Platz buchen muss. Nun, ich habe seit der Einführung immer den gleichen und nenne ihn den festen, flexiblen Arbeitsplatz. Der Unterschied ist, der Tisch ist kleiner und ich habe keinen Schrank mehr. Was hat dies nun gebracht?

Und jetzt lese ich auch noch im Blog von Stefan Pfeiffer, dass Open Space ja nur eingeführt wird, weil es Kosten spart. Wer hätte das gedacht? 😉 Und auch, dass die Produktivität sinkt, die Unzufriedenheit steigt, die Menschen sich dort mittels Kopfhörer abschotten. Dinge, die die Befürchtungen der Menschen widerspiegeln und nicht gehört wurden. Jetzt werden sie ausgesprochen. Endet damit ein Trend, der bei uns gerade erst begonnen hat?

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MbO – Doch das ist nicht alles

Wer kennt ihn nicht Peter F. Drucker und sein Management by Objectives? Doch halt, der Titel lautet im Original ja „Management by Objectives and Self-Control“. Steckt da etwa mehr dahin als das, was wir meinen zu kennen?

Angeregt durch Marcus Raitners Artikel „Führen mit Zielen – Ohne Zuckerbrot und Peitsche“ habe ich mal nachgesehen. Doch zu meinem Erstaunen endet die deutsche Literatur bei „Management by Objectives“ und der Rest? Nun, ich habe ihn nicht gefunden. Nur im englischen Original und in einem Buch, welches ich glücklicherweise besitze, finde ich den vollständigen Artikel.

Leider scheint es auch so zu sein, wie auch Raitner beschreibt, dass in Unternehmen MbO eingeführt wird, von oben herab diktiert und der Rest schlichtweg nicht angewandt wird. Aber genau dieser 2. Teil ist in der komplexen Welt notwendig, um Erfolge zu erzielen. Und Drucker beschreibt auch nicht, dass Ziele von oben herab gegeben werden. Wir arbeiteten daher viele Jahre lang und arbeiten auch vielfach heute mit einem falschen Managementansatz in der Welt von heute. Noch schlimmer, man versieht ihn mit dem Prädikat, dass MbO ja von Peter Drucker kommt, und hinterfragt es kaum noch. Ja, es ist mittlerweile so, dass MbO verpönt ist und abgeschafft wird. Aber was abgeschafft wird ist nicht Druckers Idee, sondern deren falsche Umsetzung.

Bereits 1954 zeigt uns Drucker, dass er das Menschenbild der Theory Y von Douglas McGregor vertritt. Der Mensch ist leistungsbereit und intrinsisch motiviert. Er schreibt, dass alle Mitarbeiter eines Unternehmens ein gemeinsames Ziel anstreben. „Es darf keine Lücken, keine Brüche und keinen Doppelaufwand geben.“ Ziele müssen genau definiert sein, um anderen Einheiten zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Der Fokus liegt damit klar auf Teamleistung und nicht auf einer Einzelleistung. Ziele müssen müssen mit kurzfristigen und langfristigen Vorhaben verknüpft werden. Sie müssen aus greifbaren geschäftlichen Zielen, aber auch aus nicht greifbare Zielen bestehen. Letzteres beinhaltet Ziele in Bezug auf Organisation und Entwicklung der Manager, auf Leistung und Einstellung der Mitarbeiter, sowie einen Bezug auf die gesellschaftliche Verantwortung.

Alles andere ist kurzsichtig und nicht durchführbar.

Jeder Manager legt die Ziele seiner Einheit selbst fest. Damit wird echte Verantwortung übernommen. Dazu muss er die übergeordneten Ziele kennen und verstehen. Nur dann kann er die Klarheit haben, woran und wie seine Leistungen gemessen werden. Die Firma muss es nun dem Manager ermöglichen seine eigene Leistung zu kontrollieren – Selbstkontrolle ermöglicht dann intrinsische Motivation. Es gibt keine Kontrolle von oben, sondern durch Selbstkontrolle können Korrekturen und Bewertungen durchgeführt werden.

Um dann richtig agieren zu können, sind vom Unternehmen Grenzen an ethischem, professionellem und vernünftigem Verhalten und Methoden zu setzen. Nur mit vollständigen Informationen kann richtig agiert oder auch zur Verantwortung gezogen werden.

Zusammengefasst muss daher ein Managementprinzip entwickelt werden, welches Spielraum für die individuellen Stärken und die Ausübung individueller Verantwortung schafft und gleichzeitig eine gemeinsame Richtung verfolgt wird, Teamarbeit ermöglicht und die Ziele des Einzelnen mit denen der Firma in Einklang bringt. Dies ersetzt die Kontrolle von außen, durch die Kontrolle von innen. Der Manager handelt aus freien Stücken.

Klingt das nicht überraschend modern? Doch ist es mehr als 60 Jahre alt. Aber vielleicht war die Zeit dazwischen nicht reif hierfür, jetzt jedoch führt kein Weg mehr daran vorbei.

Welche Erfahrungen habt ihr in euren Unternehmen gemacht?

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Ab 2019 sind wir agil – mal sehen

Am Montag startet mein neues Arbeitsjahr. Im vergangenen Jahr wurden bereits Vorbereitungen getroffen, die Organisation und auch das Mindset der Mitarbeiter und Führungskräften zu ändern. Alles wird agil, Organisation, die Mitarbeiter, die Arbeitsweise. Dies wird natürlich nicht auf einen Schlag passieren, aber der Wunsch, das Ziel ist bekannt.

Alles wird agil, ja wirklich alles, nur eine kleine Einheit … ja, das kennen wir. Im vergangenen Jahr wurde „agil“ eingeführt. Plötzlich waren manche agil, manch andere wussten nicht, was sie damit tun sollten. Aber, agil ist überall, da gibt es agile Coaches, agiles Finanzwesen und Controlling, agiles Service Delivery Management, agile Rechnungen, eine Vorstellung wie eine agile Organisation aussieht, eine richtige Agiliritis.

Warum manche nun plötzlich agil sind, ohne dass sich etwas geändert hat, ich kann es nicht sagen. Die Organisation aber ist dann ab sofort agil. Wir haben schließlich Chapter, Tribes und Squads eingeführt, fertig. Fertig? Da fehlt doch noch etwas, oder?

Die Kollegen, wie gesagt, manche haben sich damit intensiv beschäftigt, manche ein bisschen, manche aber gar nicht. Wir werden daher mit verschiedenen Geschwindigkeiten und Wissensständen das Jahr beginnen. Ist das gut?

Zur Vorbereitung haben wir dann Kurse „Einführung in die Agilität“ erhalten. Nette Spiele, die zeigen, dass man nur gemeinsam zum Ziel kommt. Elemente aus Scrum und Kanban wurden vorgestellt. So ein wenig wurde mir klar, dass es bei agil weniger um Methoden geht, sondern um das Zentrum des Denkens, die Herangehensweise und auch Einstellung geht. Hilfreich, um agil zu beschreiben, war mir das agile Manifest als Basis, um überhaupt sagen zu können, das was und wie wir etwas tun, das ist nun agil.

Nachdem im letzten Jahr die Agiliritis um sich gegriffen hatte, hatte ich mal einen Kollegen gefragt, was „Agil“ eigentlich ist. Wir machen Scrum war die Antwort – oh weh.

Einen anderer hat gesagt, wir haben diese Tribes, Chapter und Squads, damit sind wir agil – oh weh.

Ein Dritter meinte dann, du musst über den Tellerrand schauen, einfach mal machen, Verantwortung übernehmen, was er meinte, eine weitere Aufgabe übernehmen und mehr arbeiten, flexibler, eben agil werden – oh weh.

Dann habe ich mal einen der Vorgesetzten gefragt, wie das mit den 3 neuen Einheiten funktioniert, mit denen wir ja dann agil sein sollen (autsch). Er konnte es mir nicht erklären, wahrscheinlich wurde es ihm auch noch nicht erklärt. Wie soll das nun weitergehen? – Oh weh.

Das macht einem doch Angst, oder?

Nun, ich habe noch keine praktische Erfahrung und auch Vorstellung, was dieses Agil überhaupt ist und wie es sich anfühlt. Was ich aber bisher darüber verstanden habe ist, ein Teil der Aussagen oben sind sicher richtig, es beschreibt aber nicht „agil“ in Gänze.

Da hat niemand etwas von Mindset gesprochen, von agilem Manifest, von Mehrwert schaffen, noch hat niemand eine Idee, was das überhaupt ist und was man anders machen muss, damit man es agil nennen kann.

Ab Montag daher wird begonnen, etwas anders zu machen und anders zu sein. Ich versuche hier ein paar Highlights zu dokumentieren, damit die hoffentlich eintretende Entwicklung sichtbar wird.

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Lesen 2018

Das erste Jahr nach meinem Studium. Endlich mehr Zeit, um die vielen Bücher, die ich gerne noch lesen möchte, nach und nach nicht nur zu listen, sondern auch wirklich zu lesen. Die letzten Jahre hatte ich eine Menge an potentiellen Büchern gesammelt und aufgeschrieben. Aber anstatt diese nun anzufangen zu lesen, habe ich neue Bücher gefunden und auch gleich gelesen. Die Liste ist daher weiterhin so lang, aber schlimm ist dies nicht.

Schachnovelle – Stefan Zweig

Welch Wortgewandheit kommt mir hier entgegen. Eine derart gewählte Ausdrucksweise der Gesellschaft vor knapp 80 Jahren, ist heute unbekannt. Vergangene Wörter, die ich nachschlagen musste. Jedoch die Schönheit der Worte sind auch ein Beispiel der verlorenen Möglichkeiten in der heutigen Sprache. Wer z.B. sagt heute noch „Eine Frau kam weichen Gelenks heran“?

Im Buch sind zwei weitere Geschichten enthalten. „Brief einer Unbekannten“ und „Der Amokläufer“. Auch hier fällt die gewandte Wortwahl auf, die ein ausgesprochen flüssiges Lesen ermöglicht.


Robert Koch – Ein großes Leben – Hellmuth Unger

Robert Koch, der Entdecker des Tuberkel- und des Cholerabazillus, sein Leben verarbeitet in einer Biographie aus dem Jahre 1947. Es ist so unendlich interessant, über das Leben unserer Vorfahren zu lesen. Wie sie lebten, welche Probleme sie hatten, welche geschichtlichen Ereignisse sie mitgemacht haben. In diesem Buch z.B. wird auch über die Beziehung zwischen Robert Koch und seiner Frau berichtet, welche sich von einem Zusammenleben zu einem Nebeneinanderhinleben. Probleme, die heute noch genauso lebendig sind. Interessant auch, dass die Fragestellung, ob man Tiere zu Versuchen verwenden darf, bereits um 1824 mit der gleichen Leidenschaft wie heute diskutiert wurde. Diese Diskussion darüber führte dann im Jahre 1824 zur Gründung der Königlichen Gesellschaft für Tierschutz. Das ist doch interessant, oder?

Interessant aber ist natürlich das Leben von Robert Koch. Mit welcher Hingabe, Leidenschaft und Ausdauer er es zu seinen Forschungserfolgen gebracht hat. Ein Weg, der auch durch den Zufall geprägt wurde und nicht, wie man denken mag, von der Wiege bis zur Bare vorbestimmt und zielstrebig verfolgt wurde. Und dann, am 24. März 1882, Kochs Rede in der Sitzung der Berliner Physiologischen Gesellschaft, die Bekanntgabe seiner Entdeckung des Tuberkelbazillus.

Weitere Entdeckungen und Therapieerfolge folgten, weltweit. Denn Kochs anfänglich unterdrückte Reiseleidenschaft konnte er in seiner 2. Ehe ausleben. Trotz aller Erfolge blieb dieser Mann bescheiden und seine Leistungen auf ewig anerkannt.

Was soll ich sagen, ein großartiges Buch der Zeitgeschichte.


The Accounting Game– Darrell Mullis, Judith Orloff

Wenn manche alleine das Wort Accounting hören und sich dann das Balance Sheet, Income Statement und das Cash Flow Statement vorstellen, dann hören sie auch schon wieder auf, darüber weiter nachzudenken. Während meines Studium habe ich aber dieses Buch hier gefunden. In leicht verständlicher Weise, wird der Aufbau und Funktion der 3 Statements erklärt. Erklärt wird es anhand eines Limonaden-Standes, betrieben von einem 10-jährigen Jungen. In einfacher Sprache und für jeden Interessierten geeignet, das Geheimnis dahinter zu ergründen, doch weit davon entfernt, als ein Kinderbuch durchzugehen.

Das Buch finde ich ausgesprochen gut, weil es nämlich den wissenschaftlichen Ansatz eines BWL oder B.A.-Studium unterstützt. Hat man es einmal verstanden, dann sind die weiteren Erklärungen viel einfacher zu verstehen. Und es hilft mit praktischen Merksätzen, mit denen wohl jeder BWL-Student konfrontiert wird.

  • The left side always equals the right side! (Balance sheet)
  • Cash ist Cash is Cash!
  • Depreciation is a non-cash expense.
  • Earnings are Not Cash!
  • On a daily basis, cash runs the business, not profits.

Wer es also schafft, sich doch mit Accounting auf diese Weise zu beschäftigen, der wird mit viel Spaß belohnt, denn das macht es beim Lesen und Lernen.


Nudge – Richard H. Thaler, Cass R. Sunstein

I dit it again, ich hatte dieses Buch bereits einmal in 2012 gelesen, das Ergebnis war nicht so gut. In der Zwischenzeit aber gab es für die Autoren den Nobelpreis. Ich dachte daher, ich muss das Buch erneut lesen. Es hat mich leider wieder nicht gefesselt. Wahrscheinlich ist es ein Thema, mit dem ich nichts anzufangen weiß oder es einfach nicht zu mir passt. Egal, viele Menschen, ich hoffe, genau diejenigen, die damit Gutes tun können, haben das Buch gelesen, verstanden und setzen es zum Wohle der Allgemeinheit ein. Ich aber werde zum nächsten Buch übergehen.


Adam Smith – A Primer – Eamonn Butler

Das Buch hatte ich gekauft und gelesen, weil mein Professor in „Negotiations“ die Einleitung hierzu schrieb.

Adam Smith bekanntestes Buch, „The Wealth of Nations“ bildet den Fokus dieser Einführung in das Leben von Smith. Er ist der Erfinder, was wir heute Gross Domestic Product nennen. Die Idee, den Reichtum einer Nation an der Menge des Güter und Dienstleistungsstromes zu messen, stand im Widerspruch zu der damals vorherrschenden merkantilistischen Idee.

Auch nimmt das Thema „Division of Labour“ einen breiten Platz in seinem Buch ein. Weiterhin “ the nations‘ future income depends upon capital accumulation“. Ein weiterer Gedanke ist, dass das ökonomische System automatisch funktioniert. Dieses allerdings nur, wenn freier Handel und Wettbewerb vorherrscht.

„The Wealth of Nations“ besteht aus 5 Büchern. Hierin wird auch die bekannte Dreiteilung „Land, Arbeit und Kapital“ und deren Abhängigkeit untereinander beschrieben. Eine Theory, welche heute allseits anerkannt ist.

Weiterhin beschreibt Smith in seinem Buch das Prinzip von Angebot und Nachfrage und wie dadurch der Marktpreis gebildet wird.

Ein weiteres Werk Smith‘ ist „The Theory of Moral Sentiments“, welches Smith im Alter von 35 Jahren im Jahre 1759 schrieb. Es ist ein Werk, in dem er moralischen Taten und Gedanken als ein Produkt der Natur und nicht der Vernunft beschreibt.

Des Weiteren sind nur noch wenige Originale von Smith Schaffen, seinen Hochschulskripten und sonstigen Veröffentlichungen erhalten. Das meiste was wir kennen, kommt aus den Mitschriften seiner Studenten. Und hier sieht man nun die riesige Schaffensbreite Smith, u.a. Aufsätze über Kunst, Malerei, Drama, Musik und Tanz, Artikel über intellektuelle Trends in Europa, Anmerkungen zu englischer und italienischer Poesie, Physik, Philosophie und der Geschichte der Astronomie.

Das Buch gibt einen guten Überblick über Smith Leben und Schaffen. Wer tiefer einsteigen will, wird um das Lesen seiner Werke kaum herumkommen.


Leadership and Self-Deception – The Arbinger Institute

Bist du in der Box oder bist du außerhalb der Box? Ein Bestseller der Management-Bücher. Das Buch wurde von meinem neuen CEO beworben und da ich wissen wollte, von was er spricht, habe ich eben dieses Buch gekauft, um auch zu verstehen, warum er tut, was er tut.

Die meiste Zeit befinden wir uns in der Box, gegenüber unserer Familie, Freunden, Arbeitskollegen und Fremden. Wir sind auf uns selbst fixiert, betrügen uns aber dabei selbst. Sehen unser Gegenüber als Objekt und nicht als Mensch, ja schieben ihm die Schuld zu.

Wie aber kommt ich nun wieder heraus aus meiner Box? Und vor allem, wie bleibe ich draußen?

Die entwickelnden Gedanken machen nicht Halt im privaten Umfeld, sondern lassen sich auch im beruflichen Umfeld einbringen und umsetzen. Und sollte uns das mit unserem neuen CEO gelingen, könnte das eine neue Firma werden.


Catch 22 – Joseph Heller

Ich verstehe das Buch nicht und habe abgebrochen. Vielleicht irgendwann einmal wieder.


The Haggis – Clarissa Dickson Wright

Ein kleines Buch über ein großartiges Gericht. Teil der Burns‘ Nights ist dieses schottische Gericht ursprünglich aus Skandinavien importiert worden. Es gibt ihn in verschiedenen Variationen, ja sogar vegetarisch, was nicht jedem lover of the real thing schmeckt.

Das Buch gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte, ein paar Rezepten, wo in der Welt der Haggis auch noch auftaucht und ein paar Anekdoten über ihn.


A History of Edinburgh – Dr Christopher McNab

Ausgelöst durch meinen diesjährigen Urlaub in Schottland, hat mich die Geschichte seiner Hauptstadt Edinburgh interessiert. Es ist wahrhaftig spannend zu lesen, welche bekannten und berühmte Persönlichkeiten mit dieser Stadt verbunden sind. Der Text ist leicht zu lesen. Ein Thema und eins, zwei Seiten dazu geschrieben. Natürlich fehlen hier jede Menge Details, aber um einen ersten Überblick zu erhalten, ist dies völlig ausreichen.

Edinburgh, die Geschichte beginnt 2500 v. Chr. im Bronzezeitalter. Römer, Pikten, König Arthur und dann die Angeln in Northumbria. Sie gaben den Namen, denn ins Gälische übersetzt heißt Edinburgh „Din Eidin„, was auf Altenglisch „fort of eidin“ heißt.

Alba, auch dieses Wort trifft man in Schottland öfters, ist es doch der gälische Namen für Schottland. Und dann eine lange Liste von Namen, die einem in Schottland fast täglich begegnen. Robert the Bruce (1274-1329) in seinem Kampf gegen England, The Auld Alliance mit Frankreich, Mary, Queen of Scots (1542-67).

Dann die vielen Einrichtungen wie die University of Edinburgh, die über 400 Jahre alt ist und viele berühmte Absolventen hat, David Hume (1711-76), Robert Louis Stevenson (1850-94), Arthur Conan Doyle (1859-1930).

Eine zweite Universität trägt den Namen von John Napier (1550-1617). Napier selbst hat in seinem Werk Mirifici Logarithmorum Canonis Descriptio den Logarithmus erfunden.

Die Geschichte der Bank of Scotland, gegründet am 17. Juli 1695, begann in Edinburgh. Sie hatte 1696 zum ersten Mal in Europa Papiergeld in den Umlauf gebracht und etabliert.

Die Encyclopaedia Britannica hatte 1768 mit 100 Bänden ihren ersten Auftritt. David Hume, ich habe ihn bereits erwähnt, ging bereits mit 11 Jahren auf die Universität. Er hatte dort 4 Jahre Recht studiert.

Auch Adam Smith (1723-90), moderner Ökonom, der die Welt mit The Wealth of Nations auch heute noch beeinflusst. Er hatte war stark mit Edinburgh durch seine Studien verbunden.

Auch Robert Burns (1759-96) mit seinen Gedichten in schottischem Dialekt, hat von seiner Berühmtheit nichts eingebüßt. Auch sein Schaffen ist stark mit Edinburgh verbunden.

Auch wenn ich noch viele vergessen habe zu erwähnen, hier noch zwei, die die Welt beeinflussten. Alexander Graham Bell (1847-1922), Erfinder des Telefons (einer der Erfinder) erblickte das Licht der Welt in Edinburgh. Und James Clerk Maxwell (1831-79), der bereits mit 14 Jahren höhere Mathematik entdeckte und seine erste wissenschaftliche Arbeit mit 15 Jahren publizierte. Er hat uns im Bereich der Thermodynamik und dem Elektromagnetismus weiter gebracht.


The Anatomy of Peace – The Arbinger Institute

Nachdem ich Leadership and Self-Deception gelesen hatte, hatte ich mir dieses Buch gekauft. Ich weiß noch nicht, wie ich es beschreiben soll, aber die Einfachheit des Problemes „at war“ und nicht „at peace“ mit sich selbst zu sein ist frappierend. Der Weg nun von der einen Seite, „war“, zur anderen Seite, „peace“, ist einfach erklärt, wenn auch in meinen Augen zu amerikanisch. Diesen Weg aber nun zu beschreiten, denke ich, hierzu benötige ich externe Hilfe.

Nun, da meine Firme sich in einer Transformation befindet und ich auch dort zum ersten Mal mit dem Arbinger Institute in Berühung kam, denke ich, werde ich bald die Gelegenheit habe, von einem Trainer, Coach angeleitet zu werden, den Weg von „war“ nach „peace“ beschreiten zu können. Denn eines ist klar, es gibt jede Menge Situation, in denen ich gegenüber Personen in der „Box“ bin und nur herauskomme, wenn ich meine Haltung ändere.


Hiroshima – Florian Coulmas

Das Buch spiegelt die beiden Sichtweisen zu den Atombombenabwürfen in Hiroshima und Nagasaki von Japan und den USA wider. In Japan werden die Abwürfe aus einer Opferrolle her beschrieben. In den USA aber nicht aus einer Täterrolle, da keine Schuld aus der Sicht eines „gerechten Krieges“ herrscht. Es ist der Kampf des Guten gegen das Böse, welches Hiroshima, aber auch Vietnam, Korea oder den Krieg gegen den Irak rechtfertigt. Die USA als moralisch überlegene Nation.

Coulmas stellt die beiden Sichtweisen gegenüber. Es zeigt sich, Japans Hiroshima ist nicht Amerikas Hiroshima. Ja, Macht schafft Recht. Akademische Schriften haben wenig dem politischen Establishment entgegenzusetzen. Selbst wenn sie eine andere Meinung haben, so werden sie nicht gehört.

Der kausale Zusammenhang, wenn auch falsch, zwischen Atombomben und Kriegsende gilt immer noch und zieht sich durch die westliche Geschichtsschreibung.

Aber auch in Japan ist die Erinnerung zwiespältig. Viele Japaner verbuchen die Schuld am Tod Hunderttausender der japanischen Regierung, den Akt der Bombardierung wird als Unrecht gesehen. Allerdings schwindet die Bedeutung von Hiroshima und Nagasaki im öffentlichen und politischen Diskurs. Geringe Militärausgaben, der Friedensparagraph 9 haben heute nicht mehr die gleiche Bedeutung wie von Mitte der 1960er bis Mitte der 1980er Jahre.


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Lesen 2017

Dieses ist hoffentlich das letzte Jahr, in dem ich wieder so wenig Bücher lese. Warum? Nun, die letzten Jahre habe ich noch ein Studium neben meinem Job gemacht. Da hatte ich zwar auch viel gelesen, aber ich hatte auch gleichzeitig wenig Zeit, meine Bücher zu lesen. Es ist nun eine ganze Menge, war hier vor mir liegt. Ein paar habe ich schon gekauft, die warten und liegen schon im Regal, andere habe ich auf meine Wunschliste geschrieben. Grob geschätzt ist das mittlerweile eine Liste von 200 Büchern. Die werde ich wahrscheinlich dann doch nicht alle lesen wollen, aber dadurch, dass immer mal wieder etwas nachkommt, werden es wohl mindestens diese Anzahl Bücher werden. Ich bin gespannt, wie lange es dauert.

Der kleine Hobbit– J.R.R. Tolkien

Bilbo Beutlin, der Held dieser Geschichte wird zum Meisterdieb ernannt und erlebt unvorstellbare Abenteuer. Der kleine Hobbit, die Geschichte vor der Trilogie „Herr der Ringe“. Hier erfährt man, wie der Ring gefunden wird, wie Bilbo Gollum trifft und auch der Zauberer Gandalf ist mit von der Party. Es geht um die Reise durch Mittelerde, Elben, Orks und Zwergen. Der Drache Smaug wird getötet und am Ende steht ein alter Schatz. Klassischer und spannender geht es nicht mehr. Mit einem detailreichen und sprachgewaltigen,  doch leicht zu lesenden Text wird man in die Geschichte hineingezogen und man mag das Buch gar nicht mehr weglegen.  Eigentlich hätte ich jetzt Interesse, die weiteren 3 Bände wieder einmal zu lesen.


The Future of Work – Thomas W. Malone

Während meines Studiums wurden verschiedene Konzept aus diesem Buch vorgestellt. Diese waren so fesselnd, dass ich mir das Buch kaufen musste. Geschrieben wurde es vor mehr als 10 Jahren, die Jahre der Arbeit, es zu erstellen, gar nicht mitgerechnet, die Auswirkungen aber erscheinen nur langsam in unserer Firmenorganisation zu greifen. Zu groß und zu gewohnt sind die Tayloristischen und Fordistischen  Grundsätze der Unternehmensführung.

Malone verspricht grundlegende Änderungen in der Organisation von Firmen. Bedingt durch sinkende Kosten der Informationstechnologie kommt es zu einer Dezentralisierung von Entscheidungen und Formen von losen Hierachien, Demokratien, hin zu Märkten. Aber, es wird sich nicht automatisch dahingehend ändern, nur weil die neuen Freiheiten möglich sind. Die Zukunft der Arbeit wird letztendlich von den Werten und Wünschen der Menschen abhängen.


Everthing is Negotiable – Gavin Kennedy

Noch ein Buch gekauft, weil es Teil meines Studiums ist. Gleich zu Beginn der erste Schock, Donald Trump wurde erwähnt, genau an diesem Tag, als #covfefe auf Twitter groß raus kam. Ich habe daher gleich mal nachgeschaut, wann das Buch denn geschrieben worden ist, 2008. Dies hat mich erleichtert feststellen lassen, es hat auch rein gar nichts mit heutigen Präsidenten zu tun.

Mr Kennedy gibt Tipps, wie man sich beim Verhandeln verhalten soll. Wie man das bekommt, was man haben möchte und sich auch nicht vor Tricks seines Verhandlungspartners fürchten muss. Verhandeln aber ist kein Kampf, bei dem einer gewinnt und einer verliert, Verhandeln ist ein Prozess, bei dem beide Seite profitieren.

„Gib mir etwas was ich möchte und ich werde dir etwas geben was du möchtest.“


Als ich ein kleiner Junge war – Erich Kästner
Auf der Buchrückseite wurde das Buch schon treffend charakterisiert, ich möchte es daher zunächst nur wiederholen.

„Wer so einfach schreiben kann, ist auf seine Art ein Meister: Die Kinder werden dieses Buch als ein Kästner-Kinderbuch lieben. Die Erwachsenen werden es bewundern.“ Friedrich Luft in „Die Welt“

Wie werden sich die Gedanken an ein Leben vor mehr als hundert Jahren verändern? Schon heute können sich vielleicht nur noch die der Großelterngeneration an die Erzählungen ihrer Eltern oder gar Großeltern erinnern, die um die im Buch beschriebene Zeit gelebt haben. Schon bald aber wird dieses faszinierendes Zeugnis seiner Zeit, niemand mehr im Gedächtnis haben. Die Darstellung des Lebens unserer Vorfahren aber wird den Schwund des lebenden Gedächtnisses überdauern. Erich Kästner hat mit diesem Buch ein Stück Zeitgeschichte für die Ewigkeit aufbewahrt. Danke.


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Japanische Süßigkeiten Nachtrag aus 2016

Im letzten Jahr hatte ich es so ziemlich versäumt, hier ein paar Süßigkeiten aus Japan zu zeigen. Ich möchte dies daher nun nachholen.

Beginnen möchte ich mit meinen Lieblingen, nämlich den Kitkat-Versionen aus Japan. Da habe ich zum einen Kitkat Chocolatory Moleron erhalten – sehr lecker. Die andere Version ist Kitkat Pumpking Pudding, (damals) pünktlich zu Halloween. Und noch einer meiner Favoriten Kitkat Sake. Ich liebe Kitkat, ich liebe Sake.

 

Dann gibt es so nette kleine Päckchen mit Naschereien, hier die Auswahl aus dem letzten Jahr: Kappa ebisen, Babystar Ramen, Caramel corn

In diesem Jahr, 2017, versuche ich ein wenig fleißiger zu posten, zumindest habe ich es mir vorgenommen.

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Akemashite omedetō gozaimasu 2017!

Pünktlich zum Jahr des Huhns, toridoshi, viele liebe Grüße nach Japan und allen anderen, die bereits im neuen Jahr sind oder aber in den nächsten Stunden auch noch dahin kommen.

toridoshi1024

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