Social Intranet: 6 Monate sind vergangen

Jetzt sind schon 6 Monate vergangen, seit unser Social Intranet online gegangen ist. Es ist immer noch nicht offiziell gelaunched, aber was man bereits jetzt als Erfolg verbuchen kann ist, dass sich mehr als 21.000 Kolleginnen und Kollegen angemeldet haben. Aber, weil jetzt auch ein aber folgen muss, nur ca. 1.300 Kollegen sind darin auch aktiv.

Nun, nach der Nielsen-Regel müssten ja eigentlich 10% mehr oder weniger aktiv sein, in einem Intranet sogar noch mehr, hier sind es (noch) deutlich weniger. Dies Frage ist ja nun, warum ist dies so? Hier ein paar private Eindrücke.

Das neue Intranet ist noch so im Beta-Stadium, dass man nicht sofort seinen Nutzen und auch seine Bedienung erfasst. Zu viele Begriffe sind verwirrend und auch einige englische Übersetzungen passen einfach nicht in die deutsche Grammatik hinein. Da wird das Suchen und Finden von Informationen nicht eben leicht gemacht.

Das neue Intranet wird als zusätzliches Tool gesehen. Das kostet Zeit und wie bereits geschrieben, der Nutzen wird nicht sofort erkannt. Was passiert? Man lässt es liegen, nutzt es nicht. Oder aber man schaut nur zu, wartet bis etwas passiert. Viele Profile sind daher zwar angelegt, sind aber nicht miteinander vernetzt.

In meiner direkten Umgebung sind weiterhin nur 2 von 15 Kollegen angemeldet. Einer, ich, ist zeitweise darin aktiv. Nur zeitweise, da ich derzeit keinen Vorteil habe, meine Kommunikation über das Social Intranet zu führen. Aber auch, wenn ich mitten in meinen Projekten bin, ist einfach keine Zeit sich mit dem Social Intranet und auch dem legacy Intranet, zu beschäftigen. Und „sich damit zu beschäftigen“ ist auch schon wieder zu viel. Immer wieder wurde im Vorfeld darauf hingewiesen, dass dies selbsterklärend sein muss und einfach zu bedienen sein muss. Beides ist in meinen Augen leider so nicht eingetroffen. Es ist nicht unbedingt schwierig, aber auch nicht einfach einfach.

Beim inoffiziellen Launch wurde darum gebeten, Fehler und Wünsche an das Intranet zu melden. Und dies ist derzeit auch immer noch die Hauptdiskussion, die geführt wird. Viele Fragen zur Bedienung und viele Fehlermeldungen. Einzelne Gruppen aber führen schon rege Diskussionen. Diese sind, nach meiner Ansicht, meist auf private Interessen beschränkt. Da gibt es einen Austausch über Apps, es wird diskutiert, was wohl besser oder anders ist, Apple vs. Android oder aber es geht um Spiele und Witze. Ganz selten (noch) wird über berufliche Dinge geschrieben. So gibt es bereits jede Menge HR-Seiten mit Informationen zum Auslandsaufenthalt oder auch Stellenanzeigen. Eine weitere Nutzung läuft unter Fragen und Antworten. Letzteres ist es auch, was derzeit schon ganz gut verläuft.

Soll das schon alles sein?

Unser CEO und ein paar seiner Vorstandskollegen sind mittlerweile im Social Intranet aktiv. Sie haben auch regen Zuspruch auf ihre Artikel. Doch hat dies mehr einen Blogcharakter als den Nutzen eines Werkzeuges. Trotzdem ist dies ein positives Zeichen, dass das Social Intranet nicht nur von den Betreibern und anderen Kollegen unterstützt wird, sondern auch von ganz oben.

Der Tag bis es offiziell wird, wird in Kürze kommen. Danach wird es spannend was passiert.

Die Serie wird fortgesetzt …

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