Früher war alles anders, oder nicht?

Es wird so viel über Agil geschrieben. Sicher, es ist modern, sicher es sind Herangehensweisen, die notwendig sind, um in einer VUCA-Welt zurecht zu kommen, um in einer komplexen Welt zu einer Lösung zu kommen.

Dann aber gibt es Artikel, da frage ich mich, ist denn im Agilen alles anders? War das früher nicht auch schon so?

Diese Fragen kommen mir sehr oft, wenn über Teams, über die Zusammenarbeit und Kommunikation in Teams gesprochen wird. Hier ein aktuelles Beispiel, welches ich kommentiert im Blog von Thomas Michl in seinen #LINKSDERWOCHE 20/2019 gefunden habe.

„Erfolgsfaktor: Offene und ehrliche Kommunikation“. In seinem Kommentar schreibt Michls, dass die Vorgehensweise eines agilen Ansatzes einen Vorteil bringt, aber nur, wenn die Kommunikation offen, ehrlich und transparent ist.

Nun, in dem angehängten Blogbeitrag von Eberhard Huber, geht es um BER. Dort läuft es wohl alles andere als agil. Aber auch dort ist anscheinend die Kommunikation gestört. Und hier hilft nun, wenn ich Michls Kommentar richtig interpretiere, nur ein agiler Ansatz?

Meiner Meinung nach Nein. Ob agil oder nicht agil, wenn die Kommunikation gestört ist, sie nicht regelmäßig, offen, ehrlich und transparent gestaltet ist, dann zeugt dies in der nichtagilen Welt von schlechtem Projektmanagement. Es wird einfach nicht zufriedenstellend laufen.

Diese neuartigen Entdeckungen der Zusammenarbeit jedoch lagen schon immer vor, sie werden nur jetzt mehr und mehr in den Vordergrund gerückt. Wenn man das nun agil nennt, in Ordnung. Aber vielleicht ist es auch nur ein gesellschaftlicher Wandel, der den Menschen mehr in den Vordergrund setzt und nicht nur einen Teil eines Menschen, gefühllos und mechanisch. Letzteres klingt auch nicht gut, da nennt man es lieber agil.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen der heute allzu modernen Themen wurden übrigens zu Beginn des letzten Jahrhunderts gestartet. Der Wandel von einer Industriegesellschaft zu einer Dienstleistungsgesellschaft ist nicht neu. Neu ist, dass nun endlich 50-100 Jahre alte Erkenntnisse und Theorien umgesetzt werden. Sie wurden nicht beachtet, vielleicht ja auch nicht verstanden. Jetzt aber kommen sie aus der Versenkung, wir nennen es agil.

Update 21.05.19

Kaum ist ein Tag vorbei, da kommen auch schon die Worte, nach denen ich gestern gesucht hatte. Danke Thomas Michl für „Das agile Manifest als „Erinnerungshilfe“ für gute Organisation

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Eingeordnet unter Management

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