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Android: Die ersten 100 Tage mit dem Tablet

Die ersten 100 Tage meiner Android-Erfahrung sind vorbei. Viele werden jetzt sagen, na und? Nun, eigentlich ist auch nicht viel passiert. Ich habe mich an Android gewöhnt, ich benutze Android so, als wenn ich dies schon immer nutzen würde. Aber genau dies ist ja das Besondere daran. Die Nutzung ist so einfach, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt und man es mehr als Selbstverständlichkeit betrachtet, als etwas Besonderes. Viele erinnern sich sicher noch an Windows, so selbstverständlich war und ist es heute nicht, dies zu benutzen.

Der Einstieg in die Android-Welt bildet das Google-Konto. Ohne dieses Konto geht nicht viel. Mit dem Konto fast alles. Ob dies nun gut ist, dass Google weiß, welches Endgerät ich benutzte, welche App ich lade oder was auch immer noch an Google geschickt wird, dies mag aber jeder mit sich selbst ausmachen. Hysterische Diskussionen überlasse ich anderen.

Manche Anwendungen erkennen, dass es sich um ein mobiles Gerät handelt und lehnen die von Windows gewohnte Bedienung ab. z.B. Twitpic, Gelbe Seiten oder auch in WordPress zu editieren. Ja oft ist es auch so, dass verschiedene Funktionen mit der mobilen Version leider gar nicht gehen oder zumindest nicht richtig.

Als Browser habe ich den mitgelieferten Browser „Browser“ (man Programme erkennen ihn als älteren Safari-Browser) und den Opera-Mobile-Browser verwendet, beide mit mäßigem Erfolg. Firefox auf Android ist momentan eher mittelmäßig. Eine etwas andere Bedienung und langsam, deutsche Umlaute sind teilweise nicht dargestellt. Insgesamt sehe ich ihn als noch nicht für Android optimiert an, für mich recht enttäuschend.

Will man einen Text schreiben, so kann man dies zwar mit der Tastatur (Tablet oder angedockt), allerdings fehlt mir hier die DEL-Taste. Vielleicht ist eine Bluetooth-Tastatur doch besser, obwohl ich nicht weiß, wie diese mit Android zusammenarbeitet und ob alle Tasten überhaupt funktionieren. Vielleicht gibt es ja hier bereits Erfahrungen, diese würden mich zumindest interessieren.

Beim Editieren stellt sich auch die eine oder andere Schwierigkeit beim Markieren von Wörtern ein. Zu Beginn war mir diese Funktion nicht klar. Mittlerweile weiß ich, dass ich durch langes Drücken auf das Wort oder einen Link die Editierfunktion auswählen kann. Dies habe ich aber nur durch Trial and Error herausgefunden.

Faszinierend ist das Bedienen mit der Hand. Die Genauigkeit der Tabletoberflächen ist beeindruckend.

Was mir ein wenig fehlt, ist die (gewohnte) Fensterdarstellung (Android 4.0) und sehen, was es gerade in anderen Fenstern passiert, ohne Umschalten zu müssen. Aber auch hier habe ich schon gesehen, soll es in Android 5 (?) Abhilfe geben.

Was wirklich Spaß macht, ist wenn die Apps ineinandergreifen. Z.B. kann ich mir einen Link für später in Evernote merken, anklicken und hochladen. Später dann gehe ich zu Evernote, markiere den Link und klicke auf Ansehen. Das gleiche passiert mit dem Teilen von Links über Twitter. Das ist einfach Integration ohne Schnörkel.  Und das muss auch so einfach sein, damit es akzeptiert wird.

Was recht störend ist, dass man nicht mehr verwendete Apps in seinem Konto nicht löschen oder zumindest so  entfernen kann, dass man sie nicht ständig mehr sieht. Zu Beginn ist es sicher noch recht übersichtlich, doch was passiert nach einem oder zwei Jahren Nutzung?

Mit meinem Tablet schreibe ich auch manchmal einen Text für meinen Blog. Schön daran ist, dass alles übers Internet geht. Da gibt es keine Draft-Version mehr als Textdatei. Meist schreibe ich meinen Draft zuerst in Evernote, könnte ich auch bei meinem Anbieter, wordpress.com, machen. Wenn es dann aber um den Feinschliff geht, d.h. zum einen, wenn ich die Formulierung noch ein wenig anpasse, aber eigentlich wenn ich die Formatierung anpasse, greife ich wieder auf den „alten“ Windows-PC zurück. Das Arbeiten mit der Maus, zum Markieren, ist einfach dort einfacher und bequemer und geht letztendlich einfach schneller.

Das Tablet ist für mich ein wirklicher Zugewinn. Zuerst dachte ich, dass es mein Notebook fast ersetzt, doch mittlerweile sehe ich dies nicht mehr so. Das Tablet ergänzt vielmehr mein Notebook. Aber ich nutze das Tablet mittlerweile, d.h. nach 3 Monaten, mehr und öfters als den PC. Das Tablet ist einfach schneller, bietet mir durch die Apps eine hohe Flexibilität und auch Einfachheit. Alleine nur das Booten, oft bin ich schon mit dem was ich tun möchte, eine einfache Suche, fertig, da bin ich beim PC noch nicht einmal richtig eingeloggt. Die Apps bieten mir Spezialanwendungen, wie z.B. TED-Talks, dazu müsste ich mich nach einem Link umsehen und hätte dann aber eine nicht ganz so schöne Ansicht.

Soweit meine ersten Eindrücke mit dem Tablet und Android.

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Erfahrungsbericht + Update: Asus Transformer Tablet TF300T

Vor wenigen Tagen habe ich mir mein Asus Transformer Tablet TF300T gekauft. Zuvor hatte ich mich noch bei Uwe Hauck (bei Twitter unter @bicyclist bekannt) informiert, da in seinem Blog „Living the future“ genau zu diesem Thema ein Beitrag erschienen ist und ich kann es sagen, dieser den letzen Ausschlag gegeben hatte, genau dieses Tablet zu kaufen. Hier nun meine ersten Erfahrungen mit meinem ersten Tablet.

Insgesamt hatte ich vor ein paar Monaten bereits den Entschluss gefasst, ein Tablet zu kaufen. Apple, Samsung, dies sind die beiden Namen, die als erstes mit Tablets in Zusammenhang gebracht werden. Doch in einigen Hitlisten bin ich auch auf andere Hersteller, Asus, Acer und weitere, aufmerksam geworden. Letztendlich habe ich mich für das von Asus entschieden, weil mich die Möglichkeit der andockbaren Tastatur, ein Tablet und Netbook gleichzeitig zu haben, begeisterte.

Auch habe ich nur wenig Erfahrung mit Android (mit iOS gar keine), dies soll hier aber kein Thema sein und wird in einem weiteren Beitrag behandelt.

Vor dem Kauf hatte ich mich beim Händler auch über das Vorhandensein von Schutzhüllen für das Tablet erkundigt. Dieser meinte, dass er keine hätte, dass das Tablet ein wenig größer als die anderen sei. Dies machte mich schon ein wenig stutzig, hat mich letztendlich allerdings nicht vom Kauf abgehalten. Trotzdem hier einmal ein paar Maße verschiedener Tablets:

Asus Transformer TF300T      263 x 180.8 x 9.9 mm

Samsung Galaxi Tab 10          257 x 175 x 8,6 mm

Sony Tablet S                           241,2 x 174,3 x 10,1 mm

Acer Iconia A510                     260 x 175 x 10,95 mm

Das Gerät erhielt ich sauber verpackt in einem Kasten. Der erste Eindruck war daher schon einmal gut. Karton geöffnet, alle Teile sind in Plastik eingepackt. Hier kam es dann zu der ersten Überraschung. Steht doch auf der Plastikhülle, dass es einen LED-Blitz für die Kamera geben soll, obwohl es dies lt. Hersteller gar nicht geben dürfte. Letztendlich gibt es ihn auch nicht, schade.

Der Gehäuseboden ist aus Kunststoff. Manche sagen, dass sich ein solcher minderwertig anfühlt. Ich kann dies nicht bestätigen. Für mich fühlt er sich angenehm an, dies kommt sicher von den darin enthaltenen Rillen, die auch optisch das Tablet aufwerten.

Das Tablet musste zu Beginn, wie alle Geräte mit Akku, aufgeladen werden. Hierbei muss ich die Besonderheit des Tablets bemerken. In der Tastatur befindet sich nämlich ein weiterer Akku, der zusammen mit dem Tablet-Akku dem Gerät eine Laufzeit von 15h geben soll. Ich habe sie noch nicht exakt gemessen, aber es kommt annähernd hin. Gut zu beobachten ist, wie das Gerät mit den Akkus umgeht. Der Hauptakku ist der Tabletakku. Dieser wird als erstes geladen und bei angesteckter Tastatur von dieser geladen bzw. als letztes entladen. Dies ist eine wirklich eine praktische Sache.

Zu Beginn hatte ich mir das Android-Menü genauer ansehen, um mich auf dem Tablet zurechtzufinden. Habe ein paar Schreibfehler gefunden, welche aber nicht wirklich schmerzlich sind. Anschließend ging das Tablet ans Netz. Kaum war es verbunden, wurde eine neue Firmware aufgespielt (in der Zwischenzeit gab es sogar schon wieder eine neue). 10 Minuten sollte sie dauern, sie hat ca. 10 Minuten gedauert, das Tablet war upgedated und lief auch anschließend noch problemlos (vor ein paar Tagen hatte ich mit meinem Handy eine ganz andere Erfahrung machen müssen).

Danach hatte ich die Performance des Tablets ein wenig mit Youtube-HD-Videos und TED-Videos getestet. Alles lief ohne Probleme, der Download, das Abspielen. Es gab hierbei keine Aussetzer oder Ruckler.

Beim Surfen dann bin ich noch drauf gestoßen, dass man auch Screenshots leicht erstellen kann. Dies muss man beim Asus-Tablet unter „Asus – Benutzereinstellungen“ aktivieren. Und schon kann man durch längeres Drücken der Taste „Recent Apps“ (Taste für kürzlich benutzte Anwendungen – die Androidübersetzung) einen Screenshot machen, einfach Klasse. Die Screenshots findet man dann in der Photo-Galerie.

Und jetzt noch ein Gadget, welches ich beim Tippen dieses Textes erst herausgefunden habe. Die Asus-Tastatur ist auch gleichzeitig eine Swype Tastatur, nettes Gimmick. Die nächste schöne Sache ist das Multitasking. Rasch mal auf die Taste „Recent Apps“ gedrückt und schon öffnet sich eine Taskliste der geöffneten Apps, aus der man dann schnell die Task wechseln kann. Allerdings fehlt mir ein wenig die durch Windows gewohnte Fensterdarstellung.

Derzeit gibt es noch 2 offene Dinge, für die ich keine aktuelle Lösung habe. Das eine ist eine passende Schutzhülle zu finden, das sollte aber kein Problem sein. Die andere Sache ist ein schönes Spiel für das Tablet zu finden. Das wird ein wenig schwierig, denn was ist schön?

Nach dem vielen Loben nun doch zwei „Negativ-„Punkte, die aber bereits auch schon einschlägig bekannt sind.

Hier ist zunächst die Balance des Tablets mit angesteckter Tastatur nicht die beste. Sofern man auf einer ebenen Fläche nur die Tastatur benutzt, ist alles in Ordnung. Sollte man dann aber auch noch auf die Idee kommen, auf den Bildschirm zu drücken, fängt es an ein wenig schwierig zu werden. Die Kombination fängt nämlich an leicht zu kippen. Dies ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Gleiches gilt, wenn man das Tablet in dieser Kombination auf den Knien zum Lesen und Schreiben benutzt. Es kann einfach leicht kippen. Hier hätte Asus einfach noch ein paar mehr Gramm spendieren müssen, dann wäre auch dieses Problem geringer geworden. Aber dies ist dem Run auf die leichtesten Tablets (mit Tastatur) geschuldet. Ich behelfe mir nun mit der Verwendung eines Stylus. Dies ist eine interessante Methode, um mit dem Tablet zu arbeiten. Mit der Tastatur tippen und parallel mit dem Stylus auf dem Bildschirm arbeiten.

An das spiegelnde Display habe ich mich in den wenigen Tagen noch nicht gewöhnt. Leider haben dies ja mittlerweile die meisten Monitore, Notebooks, usw. Weiterhin kommt es natürlich immer darauf an, woher das Licht kommt und was gerade auf dem Bildschirm in welcher Helligkeit zu sehen ist. Damit wiederum ist es nichts Ungewöhnliches und allseits bekannt. Trotzdem werde ich mir sehr wahrscheinlich eine matte Schutzfolie zulegen, damit dieses Problem entfällt oder zumindest weniger wird.

FAZIT
Bisher gefällt mir das Tablet, da ich allerdings keinen Vergleich habe, kann ich hier nicht sagen, ob es besser oder schlechter als andere ist. Sollte aber jemand in Betracht ziehen, ein Tablet zu kaufen und auch noch eine Tastatur dazu wollen, dann ist vielleicht dieses oder ein anderes Transformer Tablet – der Geldbeutel hat ja hier auch ein Wort mitzureden – das richtige.

Update, 21.06.12:

Nachdem ich nun mein Tablet ein paar Tage habe, hier ein Update zum obigen Artikel. Zunächst möchte ich sagen, dass das Arbeiten und Tippen mit dem Stylus kein Behelf ist, sondern eine wirkliche Unterstützung beim Bedienen des Tablets.

Weiterhin habe ich mir mittlerweile ein Cover für das Tablet gekauft. Leider habe ich keines gefunden, welches das Tablet in Kombination mit der Tastatur schützt. Nichtsdestotrotz ist das Tablet durch das Cover gut geschützt. Das Cover kam passend zum Tablet, kein Wackeln und ein fester Halt.

Des Weiteren habe ich mir auch eine Antireflexionsfolie von Dipos gekauft. Diese wird auch passend für das Asus TF300T geliefert. Und wenn ich hier passend schreibe, dann ist hier kein Mikrometer zu viel oder auch zu wenig. Diese Genauigkeit hat natürlich auch den Nachteil, dass man beim Aufbringen der Folie besonders vorsichtig zu Werke gehen muss, da eine kleine Ungenauigkeit beim Aufbringen zu Beginn zu einem leichten Überstehen bzw. einer kleinen (wirklich kleinen) Lücke am Rand führt. Hier hätte man vielleicht die Folie ein wenig kleiner machen können, so dass diese Präzision beim Anbringen erst gar nicht notwendig ist und trotzdem die Folie ihren Zweck erfüllt. Und das tut sie auch. Endlich spiegelt es nicht mehr und man kann problemlos damit ohne störende Reflexionen arbeiten.

Auch hatte ich in den letzten Tagen mehrere ungewollte Bootvorgänge, bei Windows würde ich Crash dazu sagen. Leider habe ich noch nicht herausgefunden unter welchen Umständen dies passiert und auch was man dagegen machen kann. Trotzdem aber bin ich weiterhin von dem Tablet begeistert und empfehle es auch gerne weiter.

Update 2, 18.07.12

Es ist vielleicht nichts ungewöhnliches, aber ich habe heute einfach einmal eine USB-Maus an mein Tablet angesteckt. Und was soll ich sagen, es hat auf Anhieb funktioniert. Da musste nichts installiert werden. Einfach nur stecken und geht. So mag ich es. Bei Windows kann dies durchaus zu einem Problem führen, wenn keine ausreichenden Rechte vorhanden sind.

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Sind Tablets augenschonender?

Die Woche war bei mir in der Firma ein Gesundheitstag. Unter anderem wurde doch auch auf die Besonderheiten bei der Bildschirmarbeit hingewiesen. Bildschirmarbeit ist Stress und viel, viel Arbeit für die Augen, speziell wenn die Altersweitsichtigkeit so langsam zuschlägt. Nicht von ungefähr haben viele dunkle Ränder nach der Arbeit unter und manchmal um die Augen.

Heute nun ist mir die Frage in den Sinn gekommen, wäre dies bei einer ganztägigen Arbeit mit einem Tablet-PC auch so? Schließlich kann man doch scheinbar mühelos den ganzen Tag in Büchern stöbern und lesen. Aber einen ganzen Tag auf den Bildschirm starren, dass war die Sache mit der vielen Augenarbeit.

Leider habe ich noch keinen solchen Tablet. Könnte mir aber vorstellen, dass dies für die Augen vielleicht doch besser wäre. Hat hier jemand schon Erfahrung mit gesammelt und mir meine Theorie bestätigen oder soll ich sie lieber gleich verwerfen?

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