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Japan 2012 In der Falle

Nachdem wir den Weltuntergang überlebt haben, hatten wir heute nichts besonderes vor. Wir sind daher einkaufen gegangen und zwar zu meinem Lieblingsgeschäft „Uniqlo„. Ja, da saß ich in der Falle. In Deutschland gelingt es mir ja beim Einkaufen recht gut, auch einmal nichts zu finden, bei Uniqlo ist mir das noch nie passiert. Hier komme ich bisher immer mit mehr Artikeln raus, als ich mir vorgenommen hatte zu kaufen. Ob es an Uniqlo, an den Preisen oder aber am Urlaub liegt, weiß ich nicht. Aber die Kreditkarte liegt bereit und wird dann auch eingesetzt. Wie ich heute mitbekommen habe, ist der Wechselkurs auch schon wieder ein wenig besser geworden als noch vor einem Monat. Leider aber nicht so gut wie vor 5 Jahren, da gab es ca. 160 Yen für 1 Euro, traumhaft.

Zum Abendessen gab es Otsukuri, das Horroressen für viel Deutsche, roher Fisch. Dies allerdings gilt nicht für mich, ich mag dies, wie so vieles hier. Die verschiedenen Fischsorten, von denen ich meist auf Deutsch noch nicht einmal gehört habe, dass sie existieren, schmecken einfach gut. Ich war, wie immer, der letzte der fertig wurde. 🙂

121222_Otsukuri

Ja und dann habe ich heute festgestellt, dass es anscheinend keine besonderen Kitkat-Ausgaben mehr gibt. Ich habe nur 2 verschiedene Sorten gefunden, beide kenne ich schon. Sollte sich Kitkat etwa in Japan nicht mehr so gut verkaufen? Das wäre wirklich schade. In der kommenden Woche werde ich nochmals schauen.

Update

Wie ich auch schon vor 3 Jahren gelesen habe, soll auch diesmal „Uniqlo“ bald in Deutschland seine Pforten öffnen. Mal sehen, ob es diesmal Wirklichkeit wird.

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Japan Tag 12 Ein Ruhetag

Heute haben wir einen Ruhetag eingelegt. Trotzdem sind wir nochmals in ein Einkaufszentrum gegangen, weil wir etwas abholen mussten. So ein Einkaufszentrum muss man sich wie eine amerikanische Shopping-Mall vorstellen. Auf jeden Fall haben wir dort herausgefunden, wie weit Augsburg doch weg ist, nämlich genau 9285 km.

Heute Abend haben wir Otsukuri (sprich otsukuli) gegessen. Das dazugehörige Bild mit Fischkopf möchte ich nicht vorenthalten.

Selbstverständlich ist davon, bis auf den Kopf und Gerippe nichts übriggeblieben. Ich glaube, wenn ich dies in Deutschland essen würde, müsste ich ein Vermögen dafür bezahlen.

Da ich heute nicht so viel erlebt habe, hier noch ein paar Tipps.

  • In Japan fährt man auf der linken Seite, also Achtung beim Überqueren der Straßen, die Autos kommen von der „falschen“ Seite. Die Züge und Fußgänger übrigens auch.
  • Findet man einen Zebrastreifen (die gibt es öfters als es hier klingt, don’t worry), so gibt es für Autofahrer keine Anhaltepflicht. Also nicht einfach munter weiterlaufen, evtl. ist man ruckzuck nicht mehr munter.
  • Oft muss man auch auf der Straße laufen, da kein Bürgersteig vorhanden ist. Hier darf man meistens auf die Disziplin der Japaner hoffen, die dann auch langsam fahren.
  • Wenn man sich in Geschäften die Ware ansieht, so ist es in Japan unüblich, dass ein Japaner einfach vor einem vorbei läuft. Manchmal machen sie einen großen Bogen, um vorbeizukommen. Sollte es trotzdem einmal passieren, so entschuldigen sie sich mit einem „sumimasen“. Allerdings lässt diese Sitte mehr und mehr nach und westliche Verhaltensweisen ziehen ein. Wobei es uns ja nicht stört wenn einer vorbei läuft, umgekehrt sollte man aber auf jeden Fall Rücksicht darauf nehmen.
  • Wenn man ein Geschäft betritt, sagt irgendjemand der Angestellten „Irasshaimase“. Dies ist eine Begrüßung und dient auch dazu, dass die anderen Angestellten es mitbekommen. So herrscht auch ständig eine Kommunikation zwischen den Angestellten, wenn man etwas gekauft hat, es bezahlt hat oder dann auch wenn man den Laden wieder verlässt. Also beim Betreten einfach nur freundlich nicken und sich sonst nicht davon irritieren lassen. Man wird nicht angesprochen, keine Angst, das geschieht viel unaufdringlicher.
  • Beim Essen mit Stäbchen (natürlich! o-hashi), sich nicht gegenseitig, also mit 4 Stäbchen, das Essen abnehmen. Dies wird nur für das Essen der Toten gemacht. Wäre mit aber heute doch beinahe passiert.
  • Heute ist auch einmal die Zeit, um über Toiletten zu schreiben. Bei uns weiß man ja von den High-Tech-Toiletten. Ja, die gibt es, aber nicht überall.

    Was aber gang und gäbe ist, ist dass der Toilettensitz beheizt wird. Dies ist ganz angenehm, da das Haus ja so gut wie unbeheizt ist.

    Dann gibt es auch noch, in öffentlichen Toiletten oder auch Restaurants, eine andere Art von Toiletten, wo man sich hinhocken muss. Diese ist aber keine französische Toilette, wo nur ein Loch im Boden ist. Auch werden Toiletten manchmal nicht nach Frauen und Männern getrennt oder gibt nur eine, dann stellt sich schon gar nicht die Frage.

    In der Regel sind Toiletten sehr sauber und man findet sie oft in den Bahnhöfen und Kaufhäusern.

  • Was man aber immer dabeihaben sollte, ist ein kleines Handtuch oder Stofftaschentuch, da es meist keine Gelegenheit gibt, sich die Hände zu trocknen.

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Japan Tag 4 Fischmarkt

So einen richtigen Jetlag habe ich zum Glück nicht. Anders als nach dem Flug befürchtet. Aber so ist es auch besser.

Heute morgen waren wir auf dem Fischmarkt. So viele Sorten Fisch bekomme ich sonst nie zu sehen. Die meisten davon kenne ich nicht. Manche kenne ich nur mit ihrem japanischen Namen, das ist schon lustig. Wir haben einige Kilo eingekauft. Ich freue mich schon sie zu essen.

Zug fahren ist auch etwas Praktisches in Japan. Es ist aber auch in manchen Punkten schwierig. Z.B. Fahrkarten kaufen, es steht nämlich dort alles auf Japanisch, natürlich. Und dann welchen Zug muss ich bis wohin nehmen. In Japan gibt es nämlich verschiedene Bahngesellschaften und damit auch wieder verschiedene Fahrkarten. Dann gibt es auf der gleichen Linie Züge, die halten an allen Stationen, andere lassen einige oder auch viele davon aus.

Praktisch allerdings ist, dass die Züge oft, tagsüber, im 15 oder sogar 10-Minutentakt fahren (außerhalb der Großstadt!). Fahrkarten bekommt man oft für 1.000 Yen. Die kann man dann eben so oft verwenden, bis kein Geld mehr drauf ist. Es gibt hier auch kein kompliziertes (deutsches) Nummern- oder Zonensystem. Man nimmt seine Karte und geht durch eine Schleuse auf den Bahnsteig. Ein ähnliches System wie z.B. in der Pariser Metro. Außerdem hat es den Vorteil, dass niemand am Bahnsteig herumlungert.

Am Ende der Fahrt geht man wieder durch eine Schleuse und hat erst dann seine Fahrt bezahlt. Sollte kein Geld mehr auf der Karte sein, so kann man vor dem Durchgang durch die Schleuse an einem extra dafür aufgestellten Automaten nachzahlen. Versucht man es ohne zu bezahlen, schließt sich die Schleuse automatisch. In der Rush-hour kann dies dann schon einmal zu einem kleinen Stau führen.

Nachmittags dann sind wir in eines meiner Lieblingsgeschäfte gegangen, UNIQLO. Uniqlo ist in Deutschland nicht vertreten, leider (Soll jetzt aber doch kommen, ganz aktuell). In Uniqlo wollte ich eigentlich nichts kaufen. Aber es verlief wie immer. Die Sachen sind nämlich einfach gut und die Preise nicht allzu hoch. Nicht zuletzt durch die niedrige Mehrwertsteuer in Japan von nur 5%, traumhaft.

Jetzt muss ich aber noch verraten, was es dort zu kaufen gibt. Uniqlo ist in Japan durch Fleeceartikel bekannt geworden. Richtig guten Fleecestoff, sehr weich, sehr haltbar und hält richtig warm. Ansonsten die gesamte Bandbreite an Freizeitkleidung, Unterwäsche und Homeware (Wie heißt die eigentlich auf Deutsch?). Mittlerweile gibt es dann auch noch Jeans- und Cordhosen, Woll- und Baumwollartikel, Anoraks, Kapuzenpullies, Pullover, Schals, Mützen, Taschen, Handschuhe … Eigentlich ja nichts besonderes, wenn es nicht so gut und verhältnismäßig preiswert wäre.

Heute Abend gab es auch wieder, wie jeden Tag, mainichi, ein gutes Abendessen, otsukuri. Morgen fahren wir zum Aquarium nach Osaka, Kaiyukan; Fische, Fische, Fische, mainichi.

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