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Lesen 2016

Meine Bücher und interessante Artikel, gelesen in 2016:

Leider auch in diesem Jahr nur eine kleine Liste. Das wird auch noch einige Zeit so gehen. Meine Hoffnung jedoch ist, dass es sich in 2-3 Jahren dann doch einmal ändert.

Die Weisheit des Brahmanen – Friedrich Rückert
Ich dachte, dass ich einmal etwas anderes lesen könnte, daher fiel die Wahl auf Friedrich Rückert. Allerdings, dieses Buch ist nicht mein Fall. Rückert schreibt alles in Gedichtform und auch der Inhalt ist nicht das, bei dem ich große Begeisterung entfalte. Ich möchte nicht sagen, das Buch sei schlecht, aber man muss schon eine gewisse Neigung haben, solche Dinge zu mögen.



Die Welt in 100 Jahren – Arthur Bremer
Geschrieben in den Jahren 1909 und 1910, Arthur Bremer fragte verschiedene Experten einen Blick in die Zukunft auf heute zu werfen. Mit dem Wissen von heute und der letzten 100 Jahre ist es schon fantastisch zu lesen, was sich die Autoren vor 100 Jahren gedacht haben, wie es heute aussehen könnte. So manches hat getroffen, so vielen aber hat, natürlich, weit das Ziel verfehlt. Nachfolgend ein paar interessante Beispiele aus dem Buch.

Zunächst noch ein Hinweis, die Texte sind in Altdeutsch (so heißt das glaube ich) geschrieben. Also so, wie vor 100 Jahren auch. Ich war ein wenig überrascht, aber mit ein bisschen Übung geht auch das.

In Summe ist das damalige Weltbild interessant, welches sich auf „heute“ in seiner Projektion widerspiegelt. Asien kommt in seiner heutigen Größe gar nicht vor, Afrika nur als Kolonie. Die Welt von heute, was hat sie sich geändert, was ist sie doch gleich geblieben, nur langsam wird selbst heute erst anerkannt, wie wichtig und mächtig Asien geworden ist.
Vor 100 Jahren bestand die Welt aus Europa, Amerika und Japan. Diese Gruppe soll lt. der Autoren auch heute noch bestehen bleiben, ja eigentlich nur noch stärker und mächtiger. Wie die Welt tatsächlich aussieht und wie sie sich geändert hat, weiß wohl jeder heute nur zu gut.
Im Buch wird der Hoffnung auf Frieden, aber auch dem Expansionswillen der damaligen Zeit Ausdruck gegeben. Unsere Welt heute, das Wunschbild von Frieden aus Überzeugung, militärischer Überlegenheit, dem Bezwingen von Krankheiten, Reduzierung von Verbrechen, die Weiterentwicklung der Technologie. Einiges ging in Erfüllung, einiges erfährt wieder Rückschritte.

Ed. Bernstein – Das soziale Leben in 100 Jahren
Er schrieb „Wir betreiben Raubbau mit den Schätzen der Erde“. Aber auch erwähnte er bereits wie Sonnenwärme und Meereskraft genutzt werden könnten. 100 Jahre später haben wir offensichtlich die gleichen Probleme und betreiben den Raubbau weiter.
Er meinte auch „Aber die großen heutigen Vermögensunterschiede werden unbedingt verschwinden“. Wie sehr er sich doch hier geirrt hat.

Robert Sloss – Das drahtlose Jahrhundert
Ein Volltreffer, „Wir werden einfach auf drahtlosem Wege uns mit der Unglücksstelle verbinden lassen, und wer an diesem Augenblick allein noch nicht genug hat, sondern die Sensation furchtbarer Art ganz auskosten will, der wird, wenn er will, auch das Angstgewimmer der Leute, das Verröcheln der Sterbenden und die Schreie der Hungrigen und die Flüche der Irrsinningen hören.“. Ein Klick, der Fernseher ist an, tägliche Sensationen.

Regierungsrat Rudolf Martin – Der Krieg in 100 Jahren
Wie sah er doch voraus „Volkserhebungen in Europa sind undenkbar, die die europäische Gesamtverfassung und die Regierung aller Einzelstaaten eine sehr freiheitliche und dem Volkeswillen entsprechende ist.“ Fast getroffen, ein wenig vorbei, aber die EU ist (noch) da, ob es jedoch dem Volkeswille entspricht, das möge jeder Leser doch bitte für sich selbst feststellen.

Bertha von Suttner – Der Frieden in 100 Jahren
… so wuchs aus all den verschiedenen Freundschaftsbündnissen langsam ein verbündetes Europa heraus. Noch hieß es nicht so, aber gebärdete sich schon als solches …
Waren wir etwa mit einer EU zu früh dran und hätten uns mehr Zeit lassen sollen?



Psycho – Robert Bloch
Wer kennt nicht den Film „Psycho“ und Norman Bates. Und nein, ich habe mich nicht verschrieben, das Buch ist tatsächlich von Robert Bloch und nicht, wie oft fälschlicherweise dargestellt, von Alfred Hitchcock geschrieben worden. Das Buch genauso spannend wie der Film. Natürlich, denn der Film folgt dem Buch. Ich denke daher, dass man hier nicht mehr viel dazu schreiben muss. Ein spannendes Buch, schnell zu lesen und damit für Zwischendurch gut geeignet.


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