Zoll und so (Teil 2) – Vernichtet –

Hier nun Teil 2. Nachdem wir ja völlig unwissend Kontakt mit dem Zoll hatten, stellt sich nun heraus, es war noch nicht alles, was wir über den Zoll nicht wissen.

Das kleine Geräte war nun wieder in Japan und unser Lieferant hat uns erklärt, dass sie nun eine Erklärung der Sendung beilegen. Diese Erklärung besagt, dass alles konform ist und es hatte auch so bisher immer funktioniert. Wir stimmen zu, was auch sonst.

Es kam wie erwartet, der Brief, die Ware liegt beim Zoll und unser nächster Besuch beim Zoll. Die gleiche Frau, sie kennt uns ja schon und meinte, dass wir doch wüssten, dass wir so ein Gerät nicht einführen dürften und nahm die Ware mal schnell an sich.

Wieder viel Papier, wieder Kaution, wieder Digitalfotos und wieder eine Überprüfung bei der Marktüberwachungsbehörde. Also eine andere Behörde als der Zoll – wirklich, die ist ganz anders. Dieses Mal aber, waren wir vorbereitet, kennen die Begriffe, hatten uns erkundigt und hatten ja auch diese Bescheinigung beilegen lassen.

Der nächste Brief kam, wir sollen das Gerät wieder zurückschicken oder vernichten lassen, so wie in Teil 1. Zurückschicken? Und wozu dann diese Erklärung? Zwei Fragen, die nur vom Zoll geklärt werden können. Wir also hin.

Bei unserem zweiten Besuch (wichtig, bitte merken) dann, wurde von dieser Frau die Ware geholt. Sie, die Ware, kam, oben drauf ein Stückchen der Luftpolsterfolie mit dem Versandschein. Ich habe gefragt, wo denn die Herstellererklärung sei, die war auf der Umverpackung aufgeklebt. Da meinte diese Frau doch glatt, das wäre alles, was hier vor uns stünde. Also nochmals die Frage, wo ist der Rest der Verpackung. Da wäre keine weitere Verpackung dabei gewesen, das sei alles. Also ich glaubte, ich wäre im falschen Film.

Nur um dies nochmals bildlich darzustellen. Um die Ware ordentlich mit Luftpolsterfolie zu verpacken, benötigt man ca. 1 qm von der Folie. So ein Paketschein oben drauf ist ca. 15cm x 20cm groß, nicht viel mehr ist auch von der Luftpolsterfolie übrig. Diese Frau, eine Beamtin des Deutschen Zolls, behauptet also voller Überzeugung, dass hier nur diese 0,3 qm Luftpolsterfolie zur vollständigen Verpackung benötigt worden sei.

Nun, nach einigem hin und her, das kennt man ja schon aus Teil 1 und scheint die Masche dieser Frau zu sein, endlich, ja der Rest der Verpackung wurde weggeworfen. WEGGEWORFEN! Meine Ohren sind ja noch recht gut, aber das? Da wird also vom Deutschen Zoll, von einem deutschen Beamten Beweismaterial vernichtet, ohne dass der Fall abgeschlossen ist. Mein Weltbild vom integeren Beamten zerbrach.

Wir haben zwar dann noch, gut versteckt, einen weiteren Zettel gefunden. Der jedoch hatte die Aufschrift „Invoice“ und war leider nicht die Erklärung, nach der wir suchten.

Wir haben dann noch einen Kollegen geholt, der für die Digitalbilder und den Kontakt zur Marktüberwachung zuständig ist. Er meinte nur, dass nichts mehr da sei und verschwand, aus unserer Sicht, mit schlechtem Gewissen.

Wir also mussten dann die Ware wieder unter zollamtlicher Überwachung zurückschicken oder vernichten lassen. Wir haben uns auch dieses Mal fürs zurückschicken entschieden und gingen. Was jedoch passiert ist, ging uns nicht aus dem Kopf.

Es kommt jetzt noch ein Teil 3. Der erscheint separat, sonst wird es hier einfach zu lang.

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