Diskrimination bei der Post

Ich musste ja zunächst einmal eine Nacht darüber schlafen, trotzdem aber will ich nicht vorenthalten, was gestern Morgen in der Postfiliale in Filderstadt-Bernhausen passiert ist.

Wir wollten eine Legitimation über das Postident-Verfahren durchführen. Die gute Frau hinter dem Treten erklärte uns nun, dass eine Unterschrift mit anderen Schriftzeichen als dem lateinischen Alphabet nicht statthaft ist und sie somit die Originalunterschrift in dem japanischen Pass meiner Frau nicht für die Legitimation gültig ist. Damit erkennt sie die Identität meiner Frau nicht an, weil sie, wie so viele hier, Japanisch nicht lesen kann. Was sollen wir also tun?

Sie hat uns daraufhin vorgeschlagen eine Unterschrift in lateinischen Buchstaben in den Pass zu schreiben. Den Pass also als Notizzettel zu verwenden. Ist das nicht dicht dran an einer Aufforderung zur Urkundenfälschung? Dies haben wir abgelehnt, schließlich ist der ausgestellte Pass die Legitimation, dafür gibt es diesen ja.

Die Dame konnte uns keinerlei Möglichkeit nennen und verweigert uns die Durchführung des Postident-Verfahrens und damit den Abschluss eines privaten Vertrages. Damit aber verweigert sie vielen Ausländern ihre Legitimation, nur weil sie die Zeichen nicht lesen kann, das aber sei ihr egal.

Ich nenne das Diskrimination und werfe ihr Rassismus vor!

Wir sind noch zu einer anderen Postfiliale gefahren und konnten dort ohne Probleme die Legitimation durchführen, dies zur Ehrenrettung der Post. Das andere wird noch ein Nachspiel haben. Ich werde hier berichten.

21.04.2013

Das Thema lebt noch, allerdings habe ich bisher keine abschließende Antwort von diesem Verein erhalten. Eine Woche nach diesem Vorfall habe ich ein Schreiben von der Post erhalten, 06.04.13, so weit so gut. Darin wurde angekündigt, dass hierzu möglichst schnell noch eine Antwort kommt. Dies ist jetzt 2 Wochen her, schnell ist allerdings etwas anderes. Das aber ist typisch Deutsche Post. Kunden sind nicht wichtig, Kunden kann man hängen und warten lassen, Service Nein Danke. Die große Trägheit gepaart mit Hochmut. Das Wort Schneckenpost ist kein Witz.

27.04.2013

Nun ja, es kam ein persönliches Entschuldigungsschreiben an, keines aus der Retorte zumindest. Man beteuert seine Unschuld und man habe auch mit der Mitarbeiterin gesprochen. Es soll ein Missverständnis gewesen sein. Dies war auch so in der Form zu erwarten. Ich lasse dies jetzt so wie es ist. Die betroffene Mitarbeiterin hat hoffentlich ihren Schreck oder besser noch Schock erhalten und wird sich hoffentlich in Zukunft zweimal überlegen, wie sie reagiert. Was es letztendlich war, kann ich nicht herausfinden. Sollte es Dummheit oder Unwissenheit sein, so ist diese hoffentlich geheilt. War es mehr, wird dies nicht der letzte Eintrag hierüber sein.

Damit nun Schluss für dieses Mal, die Post selbst, wird hier sicher noch für mehrere Einträge sorgen, das ist sicher.

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