Japan 2013 Nara

Wie bereits gestern angekündigt, sind wir heute nach Nara gefahren. Hierzu sind wir mit JR gefahren. In JR Osaka, mein neuer optischer Favorit, fahren die Züge auf Plattform 1 oder 2 Richtung Nara. Unser erstes Ziel ist Hōryū-ji (Tempel) in der Stadt Ikaruga. Ikaruga liegt ein wenig außerhalb Naras, aber von Osaka aus direkt auf dem Weg. Dort sind wir dann noch mit dem Nara-Kōtsū-Bus Nr. 72 für 160 Yen (Einheitspreis) 4 Stationen bis nach Hōryūjimon-mae gefahren. Dies ist direkt am Eingang von Hōryū-ji.

Hōryū-ji ist das erste Weltkulturerbe Japans und beinhaltet die ältesten Holzgebäude der Welt. Die Geschichte und teilweise auch Teile der Gebäude reichen bis Mitte des 6. Jahrhunderts zurück. Hōryū-ji findet man auch unter der Bezeichnung Ikaruga-ji. In Hōryū-ji wurde durch Prinz Shōtoku der Buddhismus in Japan begründet. Dementsprechend wichtig ist diese Kulturstätte.

In Hōryū-ji sieht man dann verschiedene Gebäude wie eine fünfstöckige Pagode, Gojū-no-Tō, die Haupthalle, Kondō, oder die große Vortragshalle, Daikōdō . In einem neuen Gebäude, der Galerie der Tempelschätze, Daihōzōin, sind die Kulturschätze ausgestellt. Dies sind z.B. der Yumechigai Kannon oder traumverändernden Avalokitesvara oder das Tamamushi-Tabernakel. Letzteres zeigt die architektonischen Charakteristika verschiedener Gebäude wie z.B. der Pagode oder der Kondō. Auf all diese Details wird man aber nicht während des Museumsbesuchs hingewiesen, sondern man kann sich eine Erklärung all der Schätze in einem kleinen Buch kaufen (jap. oder engl. Version).

Am Eingang von Hōryū-ji erhält man übrigens einen kleinen Führer auch auf Deutsch.

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Direkt neben Hōryū-ji ist der Chūgū-ji, dort sind wir auch hin. Dies ist ein sehr kleiner Tempel, kostet aber extra. Er besitzt einen kleinen Garten und eine Halle. Hier wird eine Figur ausgestellt, sitzender Bodhisattva mit einem Bein über das andere gelegt. Diese Figur hat eines der 3 perfekten Lächeln auf der Welt, die anderen sind die Sphinx und Mona Lisa. Es ist mir nicht aufgefallen🙂

Nachdem wir uns dies ausführlich in 2 Stunden und für japanische Verhältnisse damit etwa doppelt so lange angesehen hatten, sind wir noch etwas zu Mittag essen gegangen. Hier findet man direkt am Eingang verschiedene Gaststätten und man verhungert somit nicht.

Als nächstes sind wir nach Nara und dann zum Tōdai-ji gefahren. Der Bus nach Nara fährt von Plattform 2 an der Station Hōryūji-mae, eine Station vor Hōryūjimon-mae oder aber man fährt zurück zum Bahnhof und dann ca. 12 Minuten bis JR Nara. Von dort dann mit dem Bus auf Plattform 1 für 200 Yen, Einheitspreis, bis Tōdai-ji (engl.). In diesem Bus muss man übrigens am Eingang bezahlen, kann dann aber so lange sitzen bleiben wie man will und kann eine Rundtour machen. Wir aber sind bis zur Station Tōdai-ji – Daibutsuden gefahren. Noch eines, in JR Nara gibt es eine Touristeninformation am Bahnhof JR Nara, dort kann man einen Stadtplan von Nara auf Deutsch erhalten.

Auf dem Weg von der Bushaltestelle bis zum Tōdai-ji trifft man schon auf die Erkennungszeichen von Nara, Rehe. Die laufen dort überall herum, Park oder auch einmal kurz über die Straße. Natürlich kann man sie füttern und man kann dort überall für sie Futter kaufen. Aber bitte nicht selbst essen, es soll für Menschen nicht gut schmecken. Diesen Hinweis findet man auch, anscheinend gibt es wirklich Leute, die glauben, hier günstig etwas zu essen zu bekommen. Tōdai-ji hat bis 17:00 Uhr (16:30 Uhr Nov. – Feb.) geöffnet und der Einlass ist bis 16:00 Uhr.

In Tōdai-ji wird man von der Größe beeindruckt. Als erstes sieht man das Tor, Nandaimon, welches schon riesig ist. Dann aber geht es weiter. Das Gebäude der Hauptattraktion ist das größte hölzerne Gebäude der Welt, 57m lang, 50m breit, 49m hoch, das Daibutsuden. Leider wurde das ursprüngliche Gebäude durch 2 Brände zerstört, es war ungefähr 3 mal so groß wie das heutige. Ein Modell von vor 600 Jahren kann man innen besichtigen. Innen dann aber die Hauptattraktion, eine bronzene Buddha-Statue der Daibutsu, 16,2m hoch und ca. 25 Tonnen schwer. Der älteste Teil ist rund 1.250 Jahre alt. Links und rechts davon befinden sich 2 weitere kleinere Buddhas.

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Nandaimon

Daibutsuden

Daibutsuden

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Daibutsu

Mehr konnten wir uns heute nicht von Nara ansehen. Allerdings sind wir schon recht spät dort angekommen, so dass einfach keine Zeit war. Um sich die Hauptattraktionen anzusehen, sollte man mindestens 2 Tage einplanen. Schließlich befinden sich hier mehrere Weltkulturerbe-Stätten auf engstem Raum.

Soweit zu Nara, das Ende des Urlaubs naht. Wie immer bringen wir mehr zurück, als hin. Morgen müssen wir daher schon einmal schauen, was wir alles schicken wollen, was hier bleibt und was wir in die Koffer packen. Das kann in Stress ausarten.

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