Japan 2012 Shitennōji

Heute habe ich zunächst einmal ausgeschlafen, das war auch nötig. Aber heute beginnt auch das Touristenprogramm. Wir sind nach Ōsaka gefahren und dort dann nach Shitennōji gefahren. Dort war Flohmarkt, mitten auf der Tempelanlage, der ist jeden 21. im Monat und heute zum letzten Mal im Jahr. Wie in Deutschland auch ein Mix aus Amateuren und Profis, dazwischen dann die Stände mit dem leckeren Essen. Es gibt viel Kleidung und aber auch recht viel Antiquitäten.

1212_Shitennouji

Für mich ist das Bahnsystem immer noch ein wenig kompliziert. Durch die vielen verschiedenen Bahnlinien, kann man des öfteren umsteigen. Um z.B. heute nach Shitennōji zu kommen, sind wir mit der Hankyu-Linie gestartet, dann auf West Japan Railway (JR) umgestiegen. Mit JR konnten wir dann mit der Ōsaka-Loop-Line weiterfahren. Manche Linien verlaufen parallel und die Bahnhöfe, an denen man auf andere Linie umsteigen kann, liegen in Laufnähe beisammen, z.B. Ōsaka-Station und Ōsaka-Umeda. Daneben Yodobashi Kamera (jap. Link), hierüber hatte ich ja das letzte Mal schon geschrieben. Ich denke, hierhin werde ich in der nächsten Zeit nochmals einen Ausflug machen.

1212_Osaka_station

Solche Umsteige-Bahnhöfe sind riesig und es ist ein riesiges Einkaufszentrum darin integriert. Ōsaka-Station ist neu und hat 11 Obergeschosse + 2 (oder 3?) Untergeschosse, gigantisch. Über Umeda hatte ich ja das letzte Mal schon geschrieben. In meinem Reiseführer steht, dass das Einkaufszentrum unter den ersten 3, gemessen am Umsatz, in Japan aufgeführt wird. Vielleicht kann man sich nun eine gewisse Vorstellung machen, wie groß es ist. Gibt es eigentlich einen deutschen Bahnhof, der mit solch einem Angebot aufwarten kann? Um mal einen Eindruck von der Größe zu bekommen, hier noch ein Bild dazu:

1212_osaka_station2

Auf dem Toki-no-hiroba Plaza (Flyover Station Rooftop, sh. obiges Bild) haben wir uns dann noch einen Cappuccino gegönnt, auch der Preis ist riesig, 550 Yen, pro Tasse versteht sich.

1212_Cappuccino

Um sich das öfters leisten zu können, nehmen wir auch in diesem Jahr an der Silvester-Lotterie teil. Heute ist nämlich auch der letzte Tag, an dem man Lose kaufen kann. Also hier haben wir schon mal Glück gehabt, dass wir es nicht verpasst haben. Ob wir gewonnen haben oder auch nicht, erfahrt ihr voraussichtlich in 11 oder auch 12 Tagen, vielleicht auch schon früher, dann nämlich, wenn ich ein WLAN finde. Auch in diesem Jahr wäre es nett, wenn ihr uns die Daumen drückt, auch wenn das Ergebnis, wenn ihr diesen Artikel lest, bereits ja schon feststeht.

Heute gab es Tempura zu essen. So sah es aus:

121221_Tempura

In Ōsaka gibt es auch einen „Ōsaka unlimited Pass„. Den gibt es für einen Tag, 2.000 Yen und für 2 zusammenhängende Tage, 2.700 Yen. Hierbei eingeschlossen sind die Eintrittspreise für eine Vielzahl von Touristenattraktionen. Man kann alle Busse und Bahnen, außer JR, damit benutzen. Man sollte sich daher gut überlegen, ob sich das für einen rechnet. Attraktiver ist vielleicht der „Kansai Thru Pass„. Der kostet für 2 nichtzusammenhängende Tage 3.800 Yen und für 3 Tage, 5.000 Yen. Auch hier gilt, nicht für JR, aber man kann die Gegenden Hyōgo, Kyōto, Shiga, Ōsaka, Wakayama und Nara damit bereisen. Daneben gibt es noch einen „One-Day-Pass“ (Bus, Tram, U-Bahn), der läuft allerdings aus und wird nun durch die „Enjoy Eco Card“ ersetzt. Durch die Vielzahl an verschiedenen Karten, ist es nicht ganz leicht, die richtige auszuwählen.

Zwei Dinge noch, die auch in meinem Reiseführer gestanden haben, aber auf die ich auch des öfteren angesprochen werde. In Ōsaka wurde das erste Kaiten-sushi-Restaurant eröffnet (Sushi-Karussel; Wenn die erste Übersetzung hiervon auf Deutsch gewesen wäre, hätte sie wahrscheinlich „Sushi am laufenden Band“ geheißen ;-)). Ich war noch nie in Japan in einem solchen Restaurant, das liegt aber wahrscheinlich daran, dass meine Okaasan so gut kocht, auch O-Sushi aber ohne Karussell.

Das nächste ist das Kapselhotel. Dies muss etwas wirklich faszinierendes für Deutsche sein oder aber daran liegen, dass man gerne versucht, uns skurrile Dinge aus fernen Ländern näher zu bringen, über die Gründe kann ich nur spekulieren. Aber, ja in Ōsaka gab es tatsächlich das erste Kapselhotel der Welt. Nein, nicht jedes Hotel in Japan ist ein Kapselhotel. Ihr könnt daher gerne einmal Ōsaka besuchen, ohne dass ihr euch Sorgen um die Koffer machen müsst, die in solch eine Kapsel nicht hineinpassen.

Und soll nun die Erde eigentlich morgen untergehen? Nun, man macht auch hier seine Witze darüber. Wenn ich den Regen, der gerade draußen fällt höre, meint man schon, dass die Welt untergeht, aber dies ist nur ein kleiner sprachlicher Einwurf von mir.

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