Risikowahrnehmung – Made in EU

In der vergangenen Woche gab es in den VDI-Nachrichten 19/12 einen interessanten Artikel über die Risikowahrnehmung in der EU. Hierbei fordert der Risikoforscher Dr. Ragnar E. Löfstedt vom King’s Centre for Risk Management, King’s College London, eine saubere Trennung von Risiko und Gefahr.

Im Text wird exemplarisch auf die Lebensmittelskandale der letzten Jahre hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass trotz der erhöhten Wahrnehmung des Themas „Dioxins in Eiern“ noch niemand daran gestorben ist. Wohingegen der Ehec-Virus nachweislich zu Todesfällen geführt hat.

Der Text bezieht sich hauptsächlich auf die Wahrnehmung aus der chemischen Verseuchung von Lebensmitteln. Allerdings kann dies leicht auch auf andere Bereiche ausgedehnt werden. So sollte eine Reaktion auf vermeintliche Skandale sich nicht auf die Berichterstattung in den Medien und der öffentlichen Wahrnehmung stützen, sondern sich wissenschaftlichen Grundsätzen unterwerfen.

Auch tun Interessensgruppen ihr übriges, internationale Aufmerksamkeit PR-wirksam zu erlagen. Regierungen sind oft überrumpelt und in der misslichen Lage, nur noch zu reagieren und sich zu rechtfertigen und weniger in der Lage, die Situation zu beeinflussen. Hier sind die Medien in der Pflicht verantwortungsbewusster zu reagieren.

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