Google+: Erste Erfahrungen

Google+ ist seit 2 Wochen da und ich bin auch dabei. Diesmal ganz früh, sozusagen ein Early Adopter, war ich bisher noch gar nicht, denn noch ist alles nur für Eingeladene frei. Und jetzt outen, nein, ich bin (noch) nicht bei Facebook, ob es ein Fehler ist, weiß ich nicht. Mir wurde jedoch vor kurzem gesagt, VZ ist was für Kinder, Facebook für die Jugend und Google+ was für Erwachsene und was soll ich jetzt sagen🙂

Viel wurde ja bereits über Google+ geschrieben, was gefällt, was gefällt mir nicht, was fehlt, was ist besser als Facebook, wie unterscheidet es sich zu Twitter. Auch mir sind bereits ein paar Dinge aufgefallen, die ich gerne anders hätte. Schön ist, dass man dies Google auch gleich mitteilen kann. Ganz unkompliziert!

Noch bin ich beim Üben. Was mache ich mit meinen Kreisen? Wie ordne ich Personen in meinen Kreisen? Wie kann ich kann ich meinem Stream folgen? Und, und, und. Es ist schon spannend, was geht und wo es einfach hakt. Wobei „hakt“ bedeutet, dass ich es gerne anders hätte, Google hat aber beim Design bestimmt nicht an mich gedacht.

Viele Tipps gibt es auch in der Zwischenzeit schon, um all die Fragen zu beantworten und auch, um ein gutes Arbeiten mit Google+ zu gewährleisten. Für mich als Einsteiger waren bisher die Artikel „Managing your Social Graph with Google+“ von Christopher Allen, „Howto: Google+ Profile search“ von Waschtrommler und der Mashable-Artikel „Google+: The Complete Guide“ sehr hilfreich. Zeigen sie doch Möglichkeiten auf, sich bei Google+ „häuslich“ einzurichten und wohlzufühlen.

Oft ist mir in der letzten Zeit auch die Sinnfrage „Macht Google+ Sinn?“ oder „Brauche ich Google+?“ aufgefallen. Natürlich muss man sich immer fragen, warum soll ich nach Twitter, Blog, Facebook, diversen anderen Social-Media-Portalen mich auch noch bei Google+ bewegen. Aber, ich denke, dass man es auf jeden Fall einmal ausprobieren sollte, um nämlich genau dann entscheiden zu können, ist es etwas für mich oder nicht. Wobei man sich noch ein Weilchen gedulden sollte, bis diese Entscheidung getroffen wird, denn noch befindet man sich im „kleinen“ Kreis. Wenn Google die Tür öffnet und Millionen hineinströmen, dann nämlich sind die Auswirkungen erst richtig sichtbar.

Auch ist es interessant zu beobachten, wie manche schon wieder einen neuen Trend ausmachen, den Zustrom an Mitglieder an einer erhöhten Geschwindigkeit im Netz hervorheben und sich wundern, dass so schnell, so viele Follower da sind. Nüchtern betrachtet ist es doch so, Google hat alleine schon durch seinen Bekanntheitsgrad einen Vorteil und einen Zustrom. Damit könnte man die Geschwindigkeit am Mitgliederzuwachs ja begründen, aber, Google hat auch 1-2 Vorläufer im Sammeln von Kontakten, Freunden oder wie auch immer dies heißt: Twitter und Facebook, da muss ich nur meine Liste abschreiben, damit bin ich viel, viel schneller als zu Beginn von Twitter, als ich noch „mühsam“ mir meine Followings zusammenbauen musste. Ob es allerdings ein neuer Trend ist, das sieht man erst in ein paar Wochen, dazu eignet sich ein eingeschränkter Benutzerkreis in meinen Augen nicht.

Heute habe ich dann auch Digitalnaivs Artikel „Ist Google+ das Ende von Twitter?“ gelesen. Twitter hat sich die letzten Jahre kaum oder gar nicht entwickelt, Google+ kann da zu einer ernsthaften Konkurrenz oder sogar zum Totengräber werden. Trotzdem aber will ich hier noch keine Grabrede halten, denn, der Vorteil von Twitter, soweit er sich mir erschließt, liegt ja in seiner Schnelligkeit, Informationen in 140 Zeichen zu packen und so zu lesen oder auch Newsfeeds zu erzeugen. Google+ hat sicher den Vorteil, dass diese 140-Zeichen-Schranke aufgebrochen ist, aber dafür brauche ich auch die Zeit zu lesen und ob die immer da ist, wenn man jahrelang auf Twitter konditioniert ist, das wird die Zeit erst zeigen.

Für mich ist derzeit die Anordnung des Streams in Google+ noch sehr gewöhnungsbedürftig. Schnelles Lesen ist daher auch ein wenig schwierig geworden. Aber ich kann mir auch vorstellen, wie findige Entwickler hieraus noch etwas machen können. Vorstellbar ist doch, dass ich meine Tweets und meine Streams verknüpfe. Ich nur noch einmal schreibe, nämlich die Langfassung (damit gewinnt Google) und gleichzeitig, eben für die schnelle Kommunikation, dies auf 140 Zeichen verkürzt auf Twitter veröffentliche. Twitter wäre damit zwar nicht tot, aber eben nur noch ein Anhängsel von Google. Ist das vielleicht die Zukunft? Möglich🙂

Es gibt auch bereits Listen mit den Wünschen, was in Google+ noch einzubauen ist, damit es (momentan) perfekt wird, z.B. „Channels statt Circles“ oder im Stern „Zehn Dinge, die Google+ noch fehlen„. Und, so wie ich, werden viele andere noch darüber schreiben. Letztendlich muss sich Google+ in meinen Augen noch ein wenig verbessern, um als perfekt zu gelten. Vielleicht sind hier ja andere wieder schneller oder aber Google wird die Killerapplikation der nächsten Jahre.

Es bleibt daher spannend, sich weiter mit dem Thema Social Media zu beschäftigen.

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