Viel Lärm um nichts?

Jacob Morgan hat auf seinem Blog „Social Business Advisor“ einen interessanten Beitrag über seinen Besuch auf der „Enterprise 2.0 Conference“ eingestellt.

Ihm fällt auf, dass genau die Generation, die in den Medien so oft als Digital Natives, Gen Y und Gen Z bezeichnet werden, auf der für sie doch eigentlich wichtigen Konferenz gar nicht oder in ganz geringer Anzahl erscheinen. Warum ist das so?

Dazu fallen mir ein paar Fragen ein:

  • Kann es nicht sein, dass von den Älteren das Thema 2.0, Social und so völlig überzogen diskutiert wird und hier etwas hineininterpretiert wird, was gar nicht da ist?
  • Kann ein Digital Native mit einer Konferenz vielleicht gar nichts (mehr) anfangen? Sind nicht Jams, Wochs oder Think Tank viel cooler?
  • Kann ein Digital Native vielleicht gar nicht verstehen, warum so ein Hype um 2.0 gemacht wird, schließlich ist dies doch normal?
  • Muss ein Digital Native vielleicht erst lernen, so wie die Generationen davor, vor Publikum zu sprechen und gegenüber Älteren sich zu behaupten?
  • Kann es nicht sein, dass von den Älteren hier etwas erfunden worden ist, was gar nicht von Gen Y und Z kommt? Die nutzen es nur, weil es eben da ist. Genauso wie früher Radio, TV oder Videogerät.

Manchmal glaube ich wirklich, dass dem Thema 2.0 viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Natürlich ist es anders als vorher, aber, ohne das Vorher gäbe es kein 2.0. Zwei-Punkt-Null kam einfach durch die Möglichkeiten bei der Weiterentwicklung in der Technik und den gesellschaftlichen Wandel. Früher gab es blutige Kriege und Umstürze, die ein neues Zeitalter eingeläutet haben. Heute passiert es einfach! Auch wenn die neuen Medien zum Umsturz mittlerweile genutzt werden, werden bzw. wurden sie nicht deshalb eingeführt.

Aber es macht trotzdem Spaß mitzumachen, darüber zu reden. Vielleicht dient dies auch nur dazu, dass Gen X damit üben kann und es endlich versteht, um was es dabei geht.

2 Kommentare

Eingeordnet unter Social Media

2 Antworten zu “Viel Lärm um nichts?

  1. Hi „Scones“,

    danke, für Deinen Artikel. Zwei Punkte, die Dir vielleicht helfen können, Deine Fragen zu beantworten:

    1. Die Typologie der digitalen Gesellschaft richtet sich nicht am Alter aus: http://www.mcschindler.com/2010/04/20/nicht-jeder-digital-native-ist-auch-ein-resident/
    – daher müssen nicht zwingend junge Leute an der Konferenz teilnehmen.

    2. E20 streift im Großen das Thema Wissensmanagement. Wissensmanagement gibt´s schon seit Jahren und daher auch mehrere Experten in diesem Bereich – die zudem älter sind, da jüngere Kollegen meist noch keine Erfahrung in der internen Kommunikation haben (können).

    Social Business definiert die Kombination zwischen Social Media und Enterprise 2.0, was den Fokus dann nochmal stärker auf die interne Kommunikation lenkt. Hier noch ein schöner E20 Rückblick von Frank Wolf von der T-Systems: http://www.besser20.de/boston-2011-aus-enterprise-2-0-wird-social-business/1786/

    Viele Grüße
    Bianca

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