Japan Tag 16 Ise

Heute haben wir eine Bustour nach Ise gemacht. Ziel war das wichtigste Shinto-Heiligtum, der innere und äußere Schrein, Naiku und Geku. Beide zusammen bilden den Ise-Schrein, Ise-jingu.

Wahrscheinlich weil noch immer Neujahr ist, waren tausende Menschen, mit Autos und Bussen nach Ise gefahren. Ich mit meiner Tour musste mich erst daran gewöhnen, wie Japaner sich Sehenswürdigkeiten ansehen. Alles ist auf die Minute geplant, so dass man fast laufen muss, um sich alles anzusehen. Auf jeden Fall fährt der Bus pünktlich ab, so dass man unter keinen Umständen zu spät kommen darf und die, nein alle anderen warten müssten. Also schnell ein Foto gemacht und weiter, die Zeit drängt. Man darf sich übrigens frei auf dem Gelände bewegen und musste nicht mit der Gruppe und einem Fahnenträger mitlaufen.

Vor beiden Hauptsehenswürdigkeiten bildeten sich lange Schlangen. Nachdem wir im inneren Schrein dann bereits 50m in der Schlange standen, wurde durchgesagt, dass für die restliche Strecke mit einer Wartezeit von ca. 1,5h zu rechnen ist. Wir haben es dann aufgegeben.

Im äußeren Schrein konnten wir die Hauptattraktion sehen. Aber, Fotografieren verboten! wahrscheinlich war dies im inneren Schrein genauso.

Mitten in der Tour gab es Mittagessen. Also der ganze Bus ins Restaurant. Jeder hatte bereits sein Mittagessen auf dem Tisch. Also schnell die Schuhe ausziehen, hinhocken, essen und schnell wieder weiter. Das war Massenabfertigung pur, das Essen war entsprechend. Richtig gut oder zumindest gut war es leider nicht. (Im Nachhinein haben wir herausgefunden, der Anbieter hatte uns angerufen (!), dass hier leider ein Fehler passiert sei. Wir hatten somit das falsche Mittagessen erhalten, schade.)

Auch das kann in Japan passieren. Zum Einen, dass das Essen mal nicht so gut ist, ist zum Glück sehr selten und zum Anderen, dass man sich im Restaurant die Schuhe ausziehen muss, dies kommt allerdings öfters vor. Es ist schon sehr ungewohnt, sich als Frau auf die Fersen zu setzen und als Mann, sich im Schneidersitz hinzusetzen. Interessant wird es, wenn man dies länger durchhalten muss. Auch ist der Platz für einen nicht gerade ausreichend, da dieser für Japaner bemessen ist und die sind i.d.R. kleiner.

Ach ja, hier noch ein kleiner Tipp. Normalerweise stehen noch Slipper bereit. Diese benutzt man, um zur Toilette zu gehen. Bitte diese dann in der Toilette wechseln, dort stehen nämlich weitere Slipper bereit. Und jetzt bitte, bitte nicht mit den Toilettenslipper an den Tisch zurückgehen. Dies kann zu Gelächter oder auch bösen Blicken führen, es kommt ganz auf die Personen an. Die Slipper sind, wie auch schon im Tempel, viel zu kurz.

Den Abschluss der Tour in Ise bildete dann noch der Gang durch die Touristen-Einkaufsstraße. Links und rechts Geschäfte. Ob die Preise passen, weiß ich nicht. Dies ist allerdings nicht so schlimm, wenn man in den Kaufrausch gezogen wird. Dann ist es vielleicht sogar ein Spaß, hier ein da ein paar Souvenirs zu kaufen.

Morgen steht noch ein Familientag an und mal sehen, was sonst noch passiert.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Japan 2009, Japanisches

Schreibe einen Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s