Japan Tag 12 Ein Ruhetag

Heute haben wir einen Ruhetag eingelegt. Trotzdem sind wir nochmals in ein Einkaufszentrum gegangen, weil wir etwas abholen mussten. So ein Einkaufszentrum muss man sich wie eine amerikanische Shopping-Mall vorstellen. Auf jeden Fall haben wir dort herausgefunden, wie weit Augsburg doch weg ist, nämlich genau 9285 km.

Heute Abend haben wir Otsukuri (sprich otsukuli) gegessen. Das dazugehörige Bild mit Fischkopf möchte ich nicht vorenthalten.

Selbstverständlich ist davon, bis auf den Kopf und Gerippe nichts übriggeblieben. Ich glaube, wenn ich dies in Deutschland essen würde, müsste ich ein Vermögen dafür bezahlen.

Da ich heute nicht so viel erlebt habe, hier noch ein paar Tipps.

  • In Japan fährt man auf der linken Seite, also Achtung beim Überqueren der Straßen, die Autos kommen von der „falschen“ Seite. Die Züge und Fußgänger übrigens auch.
  • Findet man einen Zebrastreifen (die gibt es öfters als es hier klingt, don’t worry), so gibt es für Autofahrer keine Anhaltepflicht. Also nicht einfach munter weiterlaufen, evtl. ist man ruckzuck nicht mehr munter.
  • Oft muss man auch auf der Straße laufen, da kein Bürgersteig vorhanden ist. Hier darf man meistens auf die Disziplin der Japaner hoffen, die dann auch langsam fahren.
  • Wenn man sich in Geschäften die Ware ansieht, so ist es in Japan unüblich, dass ein Japaner einfach vor einem vorbei läuft. Manchmal machen sie einen großen Bogen, um vorbeizukommen. Sollte es trotzdem einmal passieren, so entschuldigen sie sich mit einem „sumimasen“. Allerdings lässt diese Sitte mehr und mehr nach und westliche Verhaltensweisen ziehen ein. Wobei es uns ja nicht stört wenn einer vorbei läuft, umgekehrt sollte man aber auf jeden Fall Rücksicht darauf nehmen.
  • Wenn man ein Geschäft betritt, sagt irgendjemand der Angestellten „Irasshaimase“. Dies ist eine Begrüßung und dient auch dazu, dass die anderen Angestellten es mitbekommen. So herrscht auch ständig eine Kommunikation zwischen den Angestellten, wenn man etwas gekauft hat, es bezahlt hat oder dann auch wenn man den Laden wieder verlässt. Also beim Betreten einfach nur freundlich nicken und sich sonst nicht davon irritieren lassen. Man wird nicht angesprochen, keine Angst, das geschieht viel unaufdringlicher.
  • Beim Essen mit Stäbchen (natürlich! o-hashi), sich nicht gegenseitig, also mit 4 Stäbchen, das Essen abnehmen. Dies wird nur für das Essen der Toten gemacht. Wäre mit aber heute doch beinahe passiert.
  • Heute ist auch einmal die Zeit, um über Toiletten zu schreiben. Bei uns weiß man ja von den High-Tech-Toiletten. Ja, die gibt es, aber nicht überall.

    Was aber gang und gäbe ist, ist dass der Toilettensitz beheizt wird. Dies ist ganz angenehm, da das Haus ja so gut wie unbeheizt ist.

    Dann gibt es auch noch, in öffentlichen Toiletten oder auch Restaurants, eine andere Art von Toiletten, wo man sich hinhocken muss. Diese ist aber keine französische Toilette, wo nur ein Loch im Boden ist. Auch werden Toiletten manchmal nicht nach Frauen und Männern getrennt oder gibt nur eine, dann stellt sich schon gar nicht die Frage.

    In der Regel sind Toiletten sehr sauber und man findet sie oft in den Bahnhöfen und Kaufhäusern.

  • Was man aber immer dabeihaben sollte, ist ein kleines Handtuch oder Stofftaschentuch, da es meist keine Gelegenheit gibt, sich die Hände zu trocknen.

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Eingeordnet unter Japan 2009, Japanisches

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