Japan Tag 10 Kyoto

Heute waren wir in Kyoto. Wer nur einen Tag Zeit hat, sollte sich lieber etwas anderes ansehen, die Stadt bietet einfach so viel. Ich war jetzt mittlerweile zum 6. Mal dort und es ist immer wieder interessant. Zur Vorbereitung sollte man einen guten Reiseführer haben, meiner ist es leider (immer noch) nicht.

Um sich in Kyoto zu bewegen, sollte man mit dem Bus fahren. Die sind zwar recht langsam, die Stadt aber ist auch recht groß. Es gibt auch eine (!) U-Bahnlinie, vielleicht kann man ja U-Bahn und Bus kombinieren, um schneller vorwärts zu kommen, das allerdings habe ich noch nicht ausprobiert. Was man aber machen sollte, ist sich ein Tagesticket für die Buslinien zu kaufen. Dieses gibt es für den Geschenkpreis von 500 Yen (2009). Welche Stadt in Deutschland bietet das Gleiche?

Das Ticket bekommt man am Kyoto-Hauptbahnhof. Dort bekommt man auch einen Streckenplan auf Englisch. Damit kann man sich anschließend gut in Kyoto zurechtfinden, da die (Haupt-)Straßen rechtwinklig angeordnet sind. Somit entspricht der abstrakte Streckenplan recht gut dem tatsächlichen Verlauf der Straßen. Wer zusätzlich noch einen Stadtplan haben möchte, der geht einfach zum Tourist-Information-Office im Hauptbahnhof, 1. Etage, in Japan (wie in USA) 2F genannt.

Unsere Tour heute Daitoku-ji mit Daisen-In. Hier kann man Steingärten bewundern. Allerdings darf man nicht fotografieren, schade. Für mich gab es dann noch eine englischsprachige Übersicht von Daisen-In, die man im Anschluss wieder zurückgeben muss.

Hier dann auch ein Tipp. Wenn man in Japan Tempel besucht, dann darf man die Gebäude nicht mit Schuhen betreten. Für diesen Fall stehen meistens am Eingang ein Paar Hausschuhe in Einheitsgröße bereit. Diese sind allerdings Mitteleuropäern zu klein, ich schätze mal die haben Größe 38. Was also tun?

Nun, einmal kann, nein, muss man seine Schuhe ausziehen und läuft dann mit seinen Strümpfen durchs Gebäude. Dies kann, muss aber nicht, recht kalt sein. Daher eventuell ein 2. Paar Socken zum Drüberziehen oder seine eigenen Hausschuhe mitbringen. Beides habe ich aber noch nie probiert, da immer vergessen.

Anschließend sind wir zu Kinkaku-ji, der goldenen Tempel, gefahren. Dieser ist wohl auf den ersten Blick die beeindruckenste Sehenswürdigkeit.

In der Nähe von Kinkaku-ji waren wir auch essen. Gleich links von der Straße, die zu Kinkaku-ji führt, gibt es eine kleine Okonomiyaki-ya-san. Vier Tische und Okonomiyaki muss man selbst zubereiten, was aber nichts unnormales in Japan ist. Der Preis hat auch gestimmt, 900 Yen mit allem. Geschmeckt hat es natürlich auch. Ach ja, Okonomiyaki kann man auch als japanische Pizza bezeichnen, obwohl dies nur eine Näherung, weniger eine Übersetzung ist. Japanern gefällt die Bezeichnung eher nicht, Italienern wahrscheinlich auch nicht. Japanischer Pfannkuchen wäre daher eine alternative Bezeichnung, die vielleicht auch besser passt.

Abschließend haben wir noch Myoshin-ji besucht. Auch dies ist eine riesige Tempelanlage. Leider aber kann man nicht alle Gebäude auch von innen besichtigen. Aber auch von außen ist es beeindruckend.

Die ganzen Namen stehen in Kyoto auch in Romanji und somit für uns lesbar auf den jeweiligen Hinweistafeln, Bushaltestellen oder auch in den Bussen, ganz vorne auf der Anzeige. Die Stadt ist ganz auf Tourismus getrimmt, daher sieht man dort wohl auch sehr viele Ausländer.

Unser Abschluss bildete noch die Suche nach einem Geldautomaten (ATM), der auch meine Karte akzeptiert. Es ist eine Visa-Karte, aber die Werbung, die damit gemacht wird, überall einsetzbar, trifft nur in Teilen Japans zu. Manchmal kann ein Geschäft die Karte nicht akzeptieren und die meisten Banken bzw. deren Automaten tun dies auch nicht. Daher sollte man sich vorbereiten, was ich allerdings auch versäumt habe. Letztendlich sind wir über das Tourist-Infomation-Office fündig geworden. Gleich beim Rausgehen aus dem Hauptbahnhof, auf der linken Seite ist die Post (yuubinkyoku), die hat Automaten für internationale Kreditkarten. Ob dies bei allen Postämtern funktioniert, weiß ich nicht. Wo es aber noch funktionieren soll, ist bei 7-Eleven mit ATM.

Auf jeden Fall waren wir ziemlich geschafft. Daher haben wir uns für morgen nichts vorgenommen.

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