Japan Tag 7 Eine Woche vorbei, unglaublich

Eine Woche ist schon vorbei. Wo bleibt nur die Zeit? Im Urlaub vergeht sie einfach zu schnell.

Heute ist Heilig Abend, gefeiert habe ich ihn nicht. Für viele muss heute alles perfekt sein, wiederum viele möchten ihn gar abschaffen, andere können sich nicht vorstellen, wie es ohne wäre. Nun, es geht. Ich bin heute auch nicht sentimental geworden. Nein, es war ein schöner Tag. Zwar ohne eigenen Baum, ohne Geschenke (stimmt zwar nicht ganz, der Grund war jedoch ein anderer), ohne Lieder und ohne, dass die Familie wg. Heilig Abend zusammensitzt. Aber vielleicht braucht es dies ja auch nicht, da es auch in Stress ausarten kann. Diesen allerdings brauche ich nicht, schon gar nicht in dieser Form. Also, der Tag war schön und ich bin zufrieden, das ist wichtig.

Heute haben wir uns mit einer Freundin getroffen und haben drei Dinge getan, die Japaner lieben: Essen, einkaufen und Geschenke geben. Schenken ist eine wichtige Sache und irgendwie kompliziert, zumindest für mich und vor allem bei offiziellen Anlässen. Heute war zum Glück keiner, nur ein freundschaftlicher Austausch.

Sollte aber einer sein, so wird oft Geld gegeben und nicht gerade wenig. Umgerechnet in Euro, muss man mal mindestens eine Null an den bei uns üblichen Wert dranhängen. Manchmal muss man diesen Wert auch noch verdoppeln oder verdreifachen. Aber dies ist noch nicht alles. Der Beschenkte selbst muss nun ein Gegengeschenk geben. Hier gilt die Daumenregel „Wert des Gegengeschenkes = 1/2 Wert des Geschenkes“. Ich glaube, dann ist Schluss mit Schenken, ansonsten würde es ja quasi endlos so weitergehen.

Beim Einkaufen dann, löst sich doch plötzlich die Sohle meiner Schuhe. Großartig, ich dachte, dass die Schuhe zumindest diesen Winter noch gut sind. Also was tat ich, ich versuchte schnell ein paar Ersatzschuhe zu finden, da ich sonst kaum noch 4 Stunden hätte laufen können.

Schuhe kaufen in Japan als Mitteleuropäer. Sprachlich muss man nicht allzuviel drauf haben, letztendlich gibt es noch Gesten. Das Problem ist die Größe. In Japan nämlich muss man wissen, wie lange die Füße in Zentimeter sind. Ich weiß es jetzt zumindest (und nach meinem Urlaub habe ich sogar zufällig genau herausgefunden, wie es funktioniert. In Europa nämlich werden nach der Pariser Leiste die Größen vergeben. Länge der Füße in cm x 1,5 = Größe oder eben 2/3 Größe = Länge der Füße in cm.). Das nächste Problem ist die passende Größe auch zu finden. Für Männer nämlich sind Schuhe größer 28cm (entspricht Schuhgröße 42) kaum zu finden. Nun ich hatte Glück. Die Schuhe sind zwar für den Winter zu dünn, aber ich konnte zumindest wieder laufen und außerdem gab es die Schuhe zum Winter-Sales-Preis.

Zum Abendessen gab es Kuri-Gohan (sprich kuli…), Esskastanien mit Reis. Ich mag auch dieses Gericht. Und dann habe ich heute bei meinen Schwiegereltern noch folgendes gesehen, nämlich einen „Coffee-Charger“. Ich behaupte mal, das gibt es bei uns nicht! Ein Coffee-Charger ist ein Nachfüllpack für Instant-Kaffee. Einfach auf das leere Instant-Kaffee-Glas setzen, einen Klaps oben auf den Charger geben und schon wird das Glas gefüllt.

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Eingeordnet unter Japan 2009, Japanisches

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