Japan Tag 2 Beim Frisör

Die erste Nacht ist vorüber und im Zimmer ist es ziemlich kalt. Dies ist so eine Sache, wofür ich wahrscheinlich lange brauche, bis ich mich daran gewöhnt habe.

Aber jetzt gibt es erst einmal Frühstück. Toast mit Käse überbacken und Kaffee. Ich hoffe, es hat jetzt niemand etwas anderes erwartet? Japanisches Toastbrot darf man sich aber nicht wie deutsches Toastbrot vorstellen. In Japan ist eine Scheibe etwa doppelt so dick und ist locker und weich gebacken. Wieso dies in Deutschland nicht so zu bekommen ist, wüsste ich gar zu gerne.

Heute war ich auch beim Frisör. Es ist schon ein kleines Abenteuer, in einem fremden Land mit unzureichenden Sprachkenntnissen zum Frisör zu gehen. Gut, ich habe ja zum Glück meine Frau, die dann alles managen kann. Aber man weiß ja nie.

Beim Frisör ist es nun auch ein bisschen anders als in Deutschland. Es wird einem die Jacke abgenommen und in einen Schrank gehängt. Dann mein Name aufgeschrieben, um mich auch ansprechen zu können. Meine Brille kommt in ein Extragefäß und wird für mich aufbewahrt. Als nächstes kümmern sich 3 Frisörinnen, Frisöre habe ich in diesem Geschäft keine gesehen, im Wechsel um mich. Die Erste hat mir die Haar gewaschen und mir eine Kopfmassage verabreicht.

Haare waschen funktioniert auch etwas anders. Man liegt nämlich dabei! Das ist ziemlich ungewohnt und kann auch unbequem werden, da nämlich die Liege für Japaner gedacht ist und die sind im Schnitt kleiner. Was aber besonders auffallend war, es kam kein Spritzer Wasser auf mein Gesicht, das ist mir in Deutschland noch nie passiert.

Frisörin Nr. 2 gab mir dann eine Nackenmassage, parallel zu Frisörin Nr. 3, die mir derweil die Haare stutzte. Zu welchem Starfrisör muss ich nun gehen, damit mir so etwas in Deutschland auch passiert?

Der Nachmittag verlief dann schnell. Einkaufen war angesagt. Kleidung, Neujahrskarten für 2010 und ein paar Snacks, die es bei uns gar nicht oder nur für viel Geld zu kaufen gibt. Einige sind ja bereits im Blog beschrieben.

Abends dann Abendessen und das obligatorischen Ofuro (sprich ofulo). Gestern hatte ich ja bereits die Nasszelle erwähnt. Diese besteht eben aus einem Duschbereich und dem Ofuro, ein Sitzbad. In diesem Sitzbad befindet sich ständig Wasser, warmes bis heißes Wasser. Dieses wird dann von der Familie nacheinander verwendet. Daher ist es eben auch besonders wichtig, dass man sich vorher gründlich wäscht und auch wieder alle Seife entfernt. Ich als Gast darf als Erstes gehen. Das ist auch lustig, denn wenn ich ins Bad steige läuft dieses über. Dann weiß man auch warum die Nasszelle Nasszelle heißt. Nicht dass ich zu dick wäre, es ist eher so, dass einfach (für mich) zu viel Wasser drin ist.

Gesten hatte ich ja bereits einige Unterschiede zwischen Deutschland und Japan erwähnt. Hier kommen noch ein paar. Waschbecken und auch Gepäckwagen sind niedriger. Man steht bzw. geht daher bei der Benutzung immer ein wenig gebeugt oder braucht einfach etwas längere Arme.

Und dann sind Taxen grundsätzlich schwarz. Grundsätzlich sitzt man als Fahrgast hinten und zwar auf einem weißen Sitzbezug. Vorsicht ist beim Einsteigen geboten. Die hintere linke Tür(!) nämlich wird vom Fahrer von innen geöffnet. Das kann für viele überraschend kommen.

Nun, der Tag ist vorbei, schnell wie nun mal ein Urlaubstag vorbeigeht. Was ich leider noch nicht geschafft habe ist, dass ich mich um mein Japanisch kümmern konnte. Einfach keine Zeit dafür. Vielleicht ja morgen.

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Eingeordnet unter Japan 2009, Japanisches

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