Japan Tag 1 Ankunft in Japan

Heute möchte ich mein kleines Reisetagebuch beginnen. Die Texte erscheinen mit heutigem Datum und ich werde sie dann am Ende dem richtigen Datum zuordnen. Da ich die letzten 3 Wochen computerlos und internetlos war (selbst in Japan), ja so etwas gibt es und es hat (fast) nicht gestört, sind die Texte bereits 3 Wochen alt.

Schreiben möchte ich über das, was ich erfahren, gesehen und ich mir Gedanken gemacht habe. Vielleicht hat ja jemand gleiches, ähnliches oder aber völlig anderes erlebt, ich bin gespannt.

Let us start.

Eigentlich beginnt ja meine Reise bereits einen Tag früher. Durch die Zeitverschiebung allerdings, erlaube ich mir diese zusammenzufassen.

Endlich, nach 3 Jahren mache ich mich mit meiner Frau auf den Weg nach Japan. Der Flug war ok. Allerdings hat es LH nicht fertiggebracht, einen guten Kaffee zu servieren, diesen macht Finair viel besser. Was aber noch schwerwiegender war, war die Temperatur im Flugzeug. Trotz Nachfrage war sie viel zu hoch. Dieses führte dazu, dass wir nicht richtig schlafen konnten. Der Jetlag wird aber hoffentlich nicht zu stark ausfallen.

Dann aber, Ankunft in Japan. Das Wetter schön, aber windig und ungefähr 5°C. Die Einreise verlief unproblematisch. Wir mussten nicht unsere Koffer und Taschen öffnen. Zur Einreise muss eine „immigration form“ ausgefüllt werden und auch eine Zollerklärung. Bei der Passkontrolle wird auch in Japan ein Foto gemacht und die Fingerabdrücke genommen, naja. Auf jeden Fall freue ich mich, endlich wieder hier zu sein. Vieles ist bereits bzw. noch vertraut, aber trotzdem immer wieder neu.

Da sind die Menschen, wie sie angezogen sind, wie sie sich bewegen, wie sie sprechen. Sprechen, um hier gleich einmal kurz zu unterbrechen, leider spreche ich immer noch kein Japanisch. Das ist traurig, aber ich habe zwar jetzt schon mehrere Anläufe versucht, allerdings habe ich es dann nie geschafft, kontinuierlich dranzubleiben. Und dann ist es wie Training, man muss immer wieder von vorne beginnen. Vielleicht aber habe ich ja hier die Zeit, mich mehr damit zu beschäftigen. Das Umfeld wäre ja geradezu ideal.

Zu Hause bei meinen Schwiegereltern angekommen und es ist wie immer schön. Wie immer ist es wahrscheinlich wie überall auf der Welt. Es werden Mitbringsel und Geschenke ausgetauscht. Es ist zwar erst der 18., aber ich fühle mich wie an Weihnachten. Und dann habe ich hier die Gelegenheit in einer Familie, nein, bei meiner Familie zu wohnen und Dinge zu erleben, die man als Tourist nicht mitbekommt.

So viele Kleinigkeiten sind anders in Japan. Angefangen von so vielen Helfern, die einem zeigen, wohin man laufen muss oder aber die vor Gefahren warnen. Vielen Deutschen bzw. Westeuropäern mag dies fremd vorkommen und man fragt sich, was soll das? Mit Sicherheit hat dies einen Grund, dem ich aber jetzt nicht nachgehen möchte.

Dann im Haus, da sind doch einige Dinge anders. Dies sind z.B. die fehlende Zentralheizung, der Wasserhahn, den man drücken muss, damit das Wasser fließt, Schuhe ausziehen, nachdem man das Haus betreten hat, das Bad, das tägliche Bad, dieser Raum ist eine richtige Nasszelle und nicht nur eine Dusch- bzw. Badewanne, das Wechseln der Schuhe, wenn man auf Toilette geht, erneut die Schuhe ausziehen, wenn man einen Raum mit Tatami-Fußboden betritt und dann ist es üblich und in diesen traditionell eingerichteten Räumen auch nur so möglich, dass man sich hinhockt. Für uns ungewohnt und auf Dauer auch irgendwie schwierig.

Und dann freue ich mich noch auf mein O-Futon (sprich ofton). Ein richtiges „Futon“ und nicht so ein verwestliches, was es bei uns in allen möglichen Variationen zu kaufen gibt.

Als letztes, für heute, ist es das Essen, was ich hier erwähnen möchte. Das ist Klasse, das ist gut, das ist variationsreich, kurzum ich liebe es. Und, was so manchen erstaunen wird, ich meine nicht nur O-Sushi. O-Sushi gibt es in vielen Variationen und obwohl man oft denkt, dass man dies hier jeden Tag isst und somit ein Allerweltsessen sei, kann ich hier nur betonen, nein, O-Sushi ist kein Allerweltsessen, sondern man kann es sogar es Festessen bezeichnen, eben wenn man etwas Besonderes genießen möchte.

Jetzt aber Schluss für den ersten Tag. Schließlich muss ich noch meinen Jetlag wegbekommen. Morgen gehe ich zum Frisör. Das ist auch anders, lasst Euch überraschen.

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Eingeordnet unter Japan 2009, Japanisches

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